Kreuzlattung für Holzdielen – Empfehlung: Untergrundaufbau für die Verlegung von Massivholzdielen ohne Estrich

Kreuzlattung-Holzdielen

Kreuzlattung – Aufbau für Massiv-Holzdielen

Kreuzlattung – Der Untergrund für die Verlegung von Massivholzdielen erfordert einen Aufbau der dauerhaft stabil, trocken und eben ist. Eine kostengünstige und sichere Variante erreicht man mittels einer Konstruktion aus Lagerhölzern, die als einfache Lattung oder als Kreuzlattung verlegt werden.

Bei der Untergrundvorbereitung für die Montage von Holzböden spielt immer die Aufbauhöhe eine Rolle, die sich im Neubau am Meterstrich orientiert. Bei Objekten, die saniert werden, richtet sich die Höhe an vorhandenen Gegebenheiten wie Treppe, Türen oder anderen, bereits eingebauten Fußbodenbelägen.

Kreuzlattung – Lagerholzaufbau als Untergrundkonstruktion für Holzdielen

Lagerholz - Untergrundaufbau für Holzdielen

Lagerholz – Untergrundaufbau für Holzdielen

Mit einer Lagerholzkonstruktion kann durch verschiedene Querschnitte der Lattung ziemlich jedes Höhenniveau erreicht werden. Sind Aufbauhöhen zum Beispiel vom Rohfußboden einer Betondecke bis zur Oberkannte Fertigfußboden von 15 Zentimetern zu überbrücken, dann erfolgt der Untergrundaufbau in Kreuzlattung.

Dieser wird so bezeichnet, weil die Lagerhölzer im 90° Winkel zu einander gelegt und mittels Schrauben an den Kreuzpunkten verbunden werden. Bei dieser Aufbauvarianten kann die Dimension des unteren Lagerholzes und der Konterlattung variieren.

Kreuzlattung-Ausgleich

Kreuzlattung – Ausgleich mit Rauspund

Das Lagerholz sollte dabei immer trocken sein. Frisch eingeschnittene, noch feuchte Balken eignen sich für die Unterkonstruktion eines Holzdielenbodens nicht. Beim Trocknen können sie sich verziehen, im Untergrund unnötig für Spannung sorgen und zu Knarrgeräuschen führen.

In der Regel werden Unterkonstruktionen für Holzböden aus Konstruktionsvollholz (KVH) gebaut. Trockenes, sägeraues Holz kann ebenfalls verwendet werden. Bei dünneren Aufbauhöhen setzen wir manchmal auch Rauspundbretter ein, die mit 19,5mm als obere Lage enger gelegt werden müssen.

Empfehlung für einen Untergrundaufbau von 130mm und 150 mit Holzdielen

Aufbau-Holzboden

Die Kreuzlattung – Aufbau für einen Holzboden im Trockenbau ohne Estrich

Aufbauhöhe 130mm – als >Untergrund< für Massiv-Holzdielen auf einer Rohbetondecke: Zunächst wird zum Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit auf die Betondecke eine 0,2m starke PE-Folie ausgelegt. Darauf folgen im Abstand von ca. 40cm zur Schallentkopplung Hanffilzstreifen in der Stärke von 10mm, auf die direkt die erste Lage Lagerholz aufgelegt wird. Das Konstruktionsvollholz wird in der Breite von 60mm und der Höhe von 40mm positioniert. Die zweite Lage wird im 90° Winkel zur ersten Lage hochkant gestellt und mittels Schrauben mit der ersten Lage verbunden. Insgesamt weist der Aufbau jetzt eine Höhe von 10mm +40mm +60mm = 110mm. Zusammen mit der 20mm Holzdiele wird eine Aufbauhöhe von 130mm erreicht

Untergrund für Holzdielen im Trockenbau für Neubau und Altbau ohne Estrich

Kreuzlattung für einen Dielenboden

Kreuzlattung – Untergrund ohne Estrich für Massivholzdielen im Neubau und Altbau

Bei einer Aufbauhöhe von 150mm kann die obere Lattung den gleichen Querschnitt wie die Unterlatte von 60x80mm haben. Sind auf dem Betonboden querverlegte Rohrleitungen zu überbrücken, dann kann es Sinn machen, das untere Lagerholz im Querschnitt 80x60mm hochkant aufzustellen und darauf mit einer 40x60mm Konterlatte fortzufahren. Zusammen mit 10mm Hanf und 20mm Holzdielen wird eine Aufbauhöhe von 150mm erreicht.

Bevor mit der Holzdielenverlegung begonnen wird, empfehlen wir den Hohlraum mit einer Zelluloseschüttung zu füllen. Die Zellulose weist eine gute Wärmedämmung auf und muss als loses Material nicht passend geschnitten werden, was die Einbauzeit gegenüber Plattenmaterialien und Rollenware verkürzt. Zudem weist Zellulose auch noch einen guten Schallschutz auf.

Vorteile einer Kreuzlattung – Lagerholzkonstruktion für Massivholzdielen
Holzdielen - Untergrund mit Kreuzlattung

Holzdielen – Untergrund mit Kreuzlattung

Die Kreuzlattung hat sich als Untergrundkonstruktion für Bodenbeläge aus Massivholz sehr gut bewährt. Man kann sie einsetzen als Lagerholzkonstruktion für schmale Parkettstäbe, die genagelt und für Vollholzdielen, die geschraubt verdeckt werden.

Beide Varianten sind zuverlässig und stellen unter baubiologischen Gesichtspunkten eine gute Alternative zum Aufbau mit Estrich auf Polystyrol Hartschaumplatten dar. Auf solchen Untergründen werden Holzböden in der Regel mit synthetischen Klebern vollflächig geklebt. Was bei luftdichter Bauweise u.U. die Raumluft belastet.

Stabil, trocken, elastisch und zeitsparend

Lagerholzkonstruktion für Holzdielen

Lagerholzkonstruktion für Holzdielen

Gegenüber einem Estrichaufbau ist die Konstruktion zudem trocken. Lange Trocknungszeiten müssen im Vorfeld der Fußbodenverlegung nicht eingehalten werden, was im engen Bauzeitenplan zum erheblichen Kostenvorteil werden kann. Durch die Hohlraumdämmung mit Zellulose wird über die gesamte Höhe gedämmt, was unter Gesichtspunkten der Energieeinsparung positiv ist.

Zu guter Letzt handelt es sich bei dem Aufbau mit Kreuzlattenkonstruktion um einen Untergrund, der durch die Dynamik trittschalldämmend und beim Begehen rückenschonend ist. Im Hohlraum der Unterkonstruktion ist zudem eine Menge Platz, um Rohrleitungen zu Heizkörpern oder Wasserinstallationen unsichtbar von Raum zu Raum verlegen zu können.

Fragen zum Lagerholzaufbau als Einfach- oder Kreuzlattung für Fußböden aus Holz

Wenn Sie Fragen zum Aufbau einer Lagerholzkonstruktion in Ihrem Objekt, Haus oder der Wohnung haben, dann sind wir gerne Ihr Ansprechpartner. Schreiben Sie uns bitte eine kurze Nachricht per Mail, über das Kontaktformular oder unten über die Kommentarfunktion. Wir werden uns umgehend bei Ihnen melden.
Hier die Kontaktdaten:

öko-bau-zentrum

71 Antworten

  1. Jonas sagt:

    Guten Tag Herr Döbel,
    vorab vielen Dank für diesen ausführlichen und Informativen Beitrag!
    Ich habe mir ein alter Fachwerkhaus gekauft und möchte die Böden im ersten Stock ausgleichen, da im Flur Estrich eingebracht wurden und ich nur ein Niveau haben möchte.
    Der momentane Aufbau sind Dielen auf einer Balkendeckel und darüber Teppich bzw. in zwei Zimmern ist noch eine Holzfaserplatte zwischen Dielen und Teppich. Die darunter liegenden Räume sind teilweise unbeheizten. Der Höhenunterschied liegt bei circa 10 cm.
    Wie würde Sie den Aufbau gestalten?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Beste Grüße,
    Jonas

    • Hallo Jonas,
      Ihre Nachricht zum Untergrundaufbau hat mich erreicht – vielen Dank!
      Bei 100mm Höhenunterschied empfehle ich Ihnen den Aufbau mit einer Kreuzlattung aus 40x60mm starken Lagerhölzern zu machen.
      Das untere Lagerholz würde ich flach auslegen 40mm hoch und das obere hochkant (60mm).
      Beide Hölzer werden an den Kreuzpunkten miteinander verschraubt und dann darüber eine Wasserwaage gelegt.
      Sollte es ein Gefälle Geben, was nicht unüblich ist, dann wird die Konstruktion entsprechend angehoben und durch Unterlegen von Plättchen, Klötzchen etc. entsprechend angepasst.
      Der Vorteil einer Kreuzlattung ist, dass beim Anheben das ganze System „mitgeht“ und man sofort sieht wo noch untergelegt werden muss und wo nicht.
      Ist die Höhenanpassung erfolgt, dann wird die Konstruktion mit dem Untergrund auch noch verschraubt.
      Der Bedarf an Lagerhölzern liegt für diesen Aufbau bei ca. 5 Laufmetern pro m²-Fläche.
      Den Hohlraum können Sie im Anschluss mit Zellulosedämmung oder Perlite ausfüllen.
      Bei Bedarf können Sie, wie in der ersten Abbildung zu sehen ist, auch noch Heizungsrohre und Elektroleitungen in der Konstruktion unterbringen 😊
      Kreuzlattung für Holzböden mit Leitungen im Untergrund
      Kreuzlattung mit Wasserwaage ausgerichtet - Untergrund für Holzdien
      Kreuzlattung mit Zellulosedämmung und OSB-Platten
      Ich hoffe, Sie die Ausführung ist für Sie hilfreich?
      Wo steht Ihr Fachwerkhaus?
      Gerne können wir Ihnen Holzdielen und ggf. auch das Material für den Untergrundaufbau anbieten.
      Schöne Grüße, Daniel Döbel

  2. Ben Neuß sagt:

    Lieber Herr Döbel,

    vielen Dank für diese lehrreichen Zeilen und die weiteren Inhalte dieser Webseite.
    Wir sanieren derzeit einen 70er Jahre DDR-Bungalow. Wir haben den alten Estrich entfernt und haben darunter eine Stahlträger und Hohldielenkonstruktion mit leichtem Betonbelag vorgefunden. Bedeutet, die Stahlträger ragen 3-5 cm über den Betonboden hinaus. Also grob mit einer Holzbalkendecke vergleichbar. Zudem gibt es deutliche Höhenunterschiede, die wir am Ende der Arbeiten egalisiert haben wollen.
    Im Schnitt sind es 10 cm bis Oberkante Fertigfußboden und knapp 5 cm von Oberkante höchster Stahlträger bis Oberkante Fertigfußboden. Was ich in Ihren Beschreibungen bisher nicht gelesen habe, ist die Möglichkeit des Nivellierens, wie es bei uns notwendig sein wird.

    Ich erkenne für mein Vorhaben folgende Stolpersteine:

    1. Will ich eine Kreuzlattung machen, dürfte die obere Latteneben nur 30 mm in der Höhe haben, um 20 mm Dielen legen zu können. Welches Verlegeraster brauche ich hier?
    2. Wäre ich bei einer Kreuzlattung durch die Ausrichtung der Stahlträger (erste Lattung müsste ja längs zum Träger verlaufen) gezwungen meine Dielenausrichtung danach auszurichten. würde im länglichen Wohnzimmer dazu führen, dass die Dielen quer zum Lichteinfall zu verlegen wären.
    3. Wie nivelliere ich die Latten oderenlich aus?

    Ich freue mich auf Ihre Ideen.

    LG

    • Hallo Herr Neuß,
      Ihre Nachricht hat mich erreicht – vielen Dank!
      Die Eisenträger liegen in der Regel 70cm? auseinander, was eher weit ist.
      Meine Empfehlung wäre:
      1. Feuchtigkeitssperre (mind. Eine PE-Folie)
      2. Längst zu den Trägern ein Lagerholz auslegen und in unmittelbarer Nähe oder auf dem Träger ausrichten
      3. 28,5mm starke Rauspundbretter quer zu den Trägern / dem ausgerichteten Lagerholz auslegen und befestigen
      4. Hohlraum dämmen
      5. Dielen verdeckt in den Rauspund schrauben
      Auf den beiden Bildern sehen Sie zunächst den „engen“ Abstand der Rauspundbretter und auf dem zweiten Bild (Beide Bilder gehört nicht zusammen) einen Aufbau bei einer Decke mit Stahlträgerkonstruktion:
      Rauspundbretter als Untergrund für 20mm starke Holzdielen.jpg
      Untergrund für Holzdielen - Kreuzlattung bei Stahlträgern.jpg
      Beste Grüße, Daniel Döbel

  3. Tristan sagt:

    Hallo, ich bin auch ganz begeistert mit wie viel Hilfsbereitschaft Sie sich mit individuellen Aufbautwn beschäftigen.

    Ich habe ein Häuschen ca von 1950 auf Streifenfundament,nin dem der Dielenboden auf eine in eine mind. 20 cm ‚Sauberkeitsschicht(?) Eingebettete Lattung gelegt wurde. Die Dielen sind feucht, innen ‚pulverisiert‘ und Holzwurmbefallen, dies scheint aber nichr die Wände zu betreffen sondern nur den boden aufgeund von Bodenfeuchte.

    Ich habe günstig eine Perlitschüttung bekommen & gebrauchte aber dann trocken gelagerte holbalken/latten (so spielhausstützen). Bretter ald dielen sowie gebrauchtes Massivparkett habe ich, Auch Terrassenplatten könnte ich bekommen. Ich überlege nun, die Kpnstruktion möglichst trocken wieder aufzubauen.

    Um die Lattung schon ‚im Trockenen‘ zu haben, überlege ixh nun folgenden aufbau, scheint irgendein Element davon unnötig? (Es gibt kein drückendes wasser, nur die ’normale‘ bodenfeuchte von untem eines meist umgeheizten Gartenhauses (aber mit Kamin und holzofenperspektive) – von unten nach oben:

    1. Kies
    2. Terassenplatten ca 2-4mm fuge. Verfugen??
    3. PE-folie/Dampfsperre (überflüssig?)
    4. Gummipads für gartenhausunterlegung ca 5cm
    5. Lattung 6 bis 10cm
    (Perlitschüttung in den Hohlräumen 4. Und 5.)
    6. Dielen/bretter ca 4cm
    7. Massivparkett

    Der boden inkl. Lattzng aollte halt möglichst trocken bleiben, PE Folie auf Kies wäre da ungpnstig, Lattung direkt auf Terrassenplatten ohne Folie und Gummipads liegen ja ‚uma Taupunkt‘ /auf der feuchteb Seite wenn geheizt wird, oder reichen da evtl gut ferfugte Terrassenplatten als schutz?

    Vielen Dank für jegliche Hinweise!

    • Hallo Tristan,
      vielen Dank für das Kompliment zur Webseite, über das ich mich sehr freue 😊
      Der von Ihnen angedachte Untergrundaufbau im Zusammenhang mit der Anforderung das vorhandene Material zu verwerten, ist nicht verkehrt.
      Die PE-Folie (vielleicht auch doppelt verlegt) ist aus meiner Sicht zwingend, damit die Holzkonstruktion möglichst dauerhaft trocken bleibt.
      Der Kies wird den kapillaren Wasserfluss brechen und die Folie den Feuchtigkeitsausgleich durch Wasserdampf unterbinden.
      Bei einem trockenem Untergrund werden Sie langfristig mit einem Holzboden, ob als Parkett oder Massivholzdiele lange Freude haben.
      Im Neubau, bei „freier“ Materialwahl würde ich eher mit Blähglas – angemischt mit Zement – als Schüttung auf dem Kies arbeiten und vorsichtshalber die Fläche auch mit einer Bitumenschweißbahn absperren.
      Damit die Füße im Winter warm bleiben, würde ich auch mehr Dämmung einbauen, was auch den gesetzlichen Bestimmungen gerecht wird.
      Bei einer Sanierung schreibt der Gesetzgeber für Bauteile U-Werte vor, die nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) einzuhalten sind.
      Wenn die Erneuerung / der Aufbau von der beheizten Seite, wie in Ihrem Fall erfolgt, dann ist ein U-Wert von 0,50 W/m²K gefordert. Ansonsten liegt die Anforderung bei 0,24 W/m²K (Stand 2024).
      Welchen Wert Sie mit Ihrem Aufbau erreichen, muss jemand ausrechnen, der sich damit auskennt.
      Beste Grüße und einen schönen Sonntag, Daniel

  4. Robert Holzner sagt:

    Ich habe mit großem Interesse ihre vielen Ratschläge durchgelesen und bin begeistert von der Art, wie sie den vielen Fragenden mit Ratschlägen und Fachwissen weiterhelfen.
    Ich möchte sie nun auch gerne um einen Rat bitten.
    Bedingt durch einen anstehenden Umbau und Erweiterung unseres Reihenhauses musste ich jetzt zwei Pakettböden aus massiver Buche entfernen. Die rundum mit Nut und Feder ausgestatteten Parkettteile waren mit Kleber auf dem Estrich mit Fussbodenheizung direkt verklebt. Die Teile waren jetzt allerdings fast lose, fast keine Haftung mehr, so dass ich den ganzen Boden ohne Schäden vollständig entfernen konnte. Weil er in so gutem Zustand ist und Buchenvollholz ist (60×350×15mm) möchte ich den Boden wieder verlegen. Das Zimmer soll in Zukunft über Wandheizung beheizt werden und den Bodenaufbau möchte ich gerne wenn möglich in Trockenbauweise mit Kreuzlattung und nageln im Falz ausführen sofern das mit diesen Abmessungen der einzellnen Parkettstücke möglich ist. ( ich möchte Klrber möglichst vermeiden) Könnte man das mit entsprechend geringem oberen Lattensbstand realisieren oder ist davon eher abzuraten. Welchen Lattenabstand sollte ich da vorsehen?
    Mit einem Lattenabstand von 300mm müsste ja jedes einzelne Teil mindestens 1mal sicher aufliegen.
    Herzlichen Dank und schöne Grüße
    Robert Holzner

    • Hallo Herr Holzner,
      vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung zur Webseite mit Infos rund um Holzfußböden als Dielen und Parkett.
      Bis vor ca. 20 Jahren haben wir Holzböden als Nagelparkett in einer ähnlichen, wie von Ihnen beschriebenen Dimension verkauft und auch montiert.
      Dabei haben wir die Lattung max. auf 120mm! im lichten Abstand gelegt und dazwischen eine druckfeste Holzfaserplatte ausgelegt.
      Der Untergrundaufbau ausgehend vom Estrich wurde wie folgt vorgenommen:
      1. Den vorhandenen Untergrund (Estrich) ggf. spachteln, damit er eben wird / ist
      2. Nachdem die Spachtelmasse getrocknet ist, folgt zum Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit eine PE-Folie 0,2mm
      3. Darauf haben wir 12mm starke und 60mm bereite Flachleisten aus Fichte/Tanne/Kiefer ausgelegt
      4. Zwischen jede Leiste wurden 12mm starke und 120mm breite Holzfaserdämmplatten eingelegt
      5. Das Parkett wurde mit einem Schussapparat (Nagler) schräg durch die Feder in die Holzstreifen genagelt (Nagelparektt)
      6. Die Oberfläche wurde im Anschluss geschliffen und geölt
      7. Auf synthetische Kleber und Grundierungen konnten wir verzichten und somit die Raumluft (Atemluft) nicht unnötig belasten
      Auf einer Kreuzlattung mit einem Hohlraum zwischen den oberen Lagerhölzern haben wir die Ausführung nie vorgenommen, denn in dem Fall haben wir 22mm starkes Parkett verwendet.
      Ich denke, Sie sollten eher auf das oberste Lagerholz eine 15mm starke OSB / ESB-Platte montieren und darauf das Nagelparkett befestigen.
      So gehen Sie sicher, dass es bei einer punktuellen Belastung der Parkettstäbe nicht zum Durchbruch kommt!
      Ich hoffe, die Ausführung ist Ihnen eine Hilfe 😊
      Beste Grüße, Daniel Döbel

  5. Leo sagt:

    Guten Morgen Herr Döbel,
    auch ich bin sehr begeistert von dem Service hier.
    Wir haben die Situation frischer, planer Heizestrich. Ich habe einen Sentinelhaus-Zugang, aber bei der tieferen Recherche Richtung Parkettkleber bin ich einfach bezüglich der Inhaltsstoffe nie „komplett zufrieden“. Immerhin brauchen wir wohl um die 120kg Kleber..:!
    Wir haben die Lärche Massivholz Dielen (19mm, 138mm breit, 970-1410mm lang) schon vor Ort und ich überlege jetzt tatsächlich, (außer im Bad) noch auf Klammern/Federn umzuswitchen. Ich schaue mir die Dielen gleich einmal an.
    Wir wollten die Dielen nach skandinavischer Art seifen. Das und das Nachpflegen ist ja eine relativ nasse Angelegenheit immer. Passt das zu der schwimmenden Verlegung?
    Sollten wir Nut und Feder verkleben?
    Weitere Frage, welcher (ökologische) Trittschallschutz macht das mit? Hanffaser?? (3mm Akustikvlies, dass nicht zu sehr dämmend). Oder was würden Sie raten??
    Tausend Dank für Ihre Antwort und Ihr Engagement!

    • Hallo Leo,
      vielen Dank für Ihre Nachricht und für Ihr Interesse am Spannsystem für Massivholzdielen.
      Das Spannsystem können Sie auch für die von Ihnen bereits gekauften Holzdielen aus Lärche einsetzen.
      Auf synthetische Kleber, deren stoffliche Zusammensetzung aus unterschiedlichen Chemikalien besteht, können Sie verzichten.
      Als Trittschallentkopplung bieten wir einen 1,5mm starke Wollfilzpappe mit PE-Beschichtung im System an.
      Eine zusätzliche Entkopplung ist nicht erforderlich. Die Dielen dürfen Sie nicht! in Nut und Feder verleimen!!!
      Das Angebot über die Kosten des Systems geht Ihnen per Mail zu.
      Bezüglich der Oberflächenbehandlung können Sie den Boden auch mit Seife behandeln.
      Der kurze Moment, in dem die Oberfläche nass ist, wird beim Boden keinen Schaden verursachen.
      Solche Oberflächen habe ich auch schon gemacht 😊
      Beste Grüße, Daniel Döbel

  6. Stefan sagt:

    Hallo Herr Döbel,
    vielen Dank für Ihre ausführlichen Erläuterungen und Beantwortungen aller Fragen.
    Bei Ihrem Aufbau einer Kreuzlattung liegt unter der dem unteren Lagerholz ein Streifen Kokos-/Hanffilz zur Schallentkopplung.
    Vereinzelt habe ich bei ähnlichen Aufbauten gesehen, dass der Streifen doppelt genommen wird, um eine bessere Schallentkopplung zu erzielen – also z.B. 2x 10 mm Hanffilzstreifen. Die liegen wohl lose übereinander, um keine Verbindung zu angrenzenden Bauteilen zu haben.
    Was halten Sie von einer solchen Doppelung?

    Bei anderen Aufbauten habe ich bei verdeckt verschraubten Massivholzdielen einen solchen Streifen auch auf dem oberen Lagerholz – also zwischen Lattung und Diele – gesehen. Halten Sie eine solchen Streifen für sinnvoll?

    MfG
    Stefan

    • Hallo Stefan,
      vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung zu unserer Webseite zum Thema Massivholzdielen und Parkett.
      Bei der Unterkonstruktion riecht aus meiner Sicht zur Entkopplung ein einziger Streifen aus.
      Mehr wie entkoppeln, kann auch ein zweiter und dritter Kokosfaserstreifen bzw. Hanffilzstreifen nicht.
      Je weicher die Lattung gelagert wird, desto mehr federt sie gegebenenfalls, was auch keinen Vorteil darstellt.
      Man läuft sogar die Gefahr, dass die Sockelleisten vielleicht anfangen zu „schweben“, weil zwischen den Dielen und der Sockelleiste sich ein Luftspalt bildet.
      Die Entkopplung auf dem Lagerholz der einfachen Lattung bzw. der Kreuzlattung vorzunehmen und im Anschluss die Dielen mittels Schrauben durch die Hanffilzstreifen zu befestigen, macht keinen Sinn.
      Es geht um Schallschutz und in dem Fall um die Verbesserung des Körperschalls (Trittschalls), was durch die Verschraubung als Schallbrücke hinfällig wird.
      Fazit: Entkoppeln mittels eines Streifes, Lagerholz auflegen und in das Lagerholz die Dielen verdeckt durch die Federt festschrauben, ist der perfekte Aufbau für Holzdielen auf einer Lattenkonstruktion.
      Schöne Grüße, Daniel Döbel

  7. Timo Heß sagt:

    Hallo Herr Döbel!
    Großartig, wie Sie hier auf die verschiedenen Fälle detailliert antworten und eingehen. Ich bin begeistert! 🙂
    In unserem Fall sanieren wir gerade ein Haus aus den 60ern und haben in diversen Räumen den Estrich rausgebrochen um nun ohne einen solchen auszukommen. Zum Großteil war dieser auch schon großflächig rissig. Nun gibt es aktuell zwei Baustellen offen.
    Die eine wäre der großteil des Obergeschosses welches eine Stahlbetondecke hat, die nicht ganz eben ist. Wir haben etwa 8-10 cm Platz für einen Bodenaufbau und wollten hier mit Trockenschüttung zwischen Konstruktionsholz arbeiten auf welchem wir dann OSB Platten verlegen um dann Parkett zu installieren. Hier nun in einem Beitrag gesehen, wäre es vielleicht sinnvoller ohne OSB Platten und mit Zellulose zu arbeiten. Wie nah beinander müsste die Lattung dann liegen, damit das Parkett nicht zu sehr schwingt bzw. durchdrückt? Und wie wäre ihre Idee für den Aufbau hier?
    Die zweite Baustelle ist ein Raum (alter Anbau aus den 70ern) ohne Keller im Erdgeschoss, also direkt auf der Bodenplatte. Ob diese gedämmt ist etc. habe ich keine Ahnung. Auch hier ist der Estrich aufgerissen und schwimmend verlegt. wie viel Platz wir hier für den Bodenaufbau haben, steht noch nicht fest. (Wird wohl erst in der nächsten Woche aufgerissen). Nun ist der Boden in diesem Raum sehr sehr kalt und ich frage mich ob es sinnvoll wäre auch hier mit einem ähnlichen Aufbau zu arbeiten um weniger Energie zu verlieren. (Der Raum soll das Wohnesszimmer werden) Ich hatte hier auch schon an Holzfaserplatten gedacht. – Vielleicht haben Sie für beide Situationen ja eine Idee. Ich danke ihnen schon jetzt für ihre Rückmeldung! LG Timo

    • Hallo Herr Heß,
      vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung zur Webseite 🙂
      Mit Parkett meinen Sie voraussichtlich ein dünnes Fertigparkett in ca. 14-16mm Stärke.
      Solches Fertigparkett können Sie nicht direkt auf Lagerhölzer legen, auch wenn der Achsabstand „gering“ ist, denn wie sollte es mit dem Lagerholz verbunden werden?
      Die Voraussetzung für eine schwimmenden Verlegung ist ein vollflächiger, ebener Untergrund.
      Auf Lagerhölzer sollten nur massive Holzdielen oder massives 20mm starkes Vollholzparket verlegt werden.
      Beide werden entweder mittels Schrauben befestigt (verdeckte Verschraubung durch die Feder) oder bei Parkett auch genagelt (Nagelparkett).
      Die Kosten für die Kombination aus Fertigparkett auf OSB-Verlegeplatte und einer Trittschallentkopplung dazwischen sind in der Regel so teuer wie Vollholzdielen.
      Aus dem Grund kann ich Ihnen eher für beide Vorhaben eine Lagerholzkonstruktion als Kreuzlattung empfehlen, worauf Holzdielen, wie im folgenden Bild zu sehen ist, geschraubt werden können.
      Kreuzlattung - Untergrund für Holzdielen mit Dämmung
      In der Ausführung werden in Zukunft auch die Füße wärmer sein 🙂
      Beste Grüße
      Daniel Döbel

      • Timo Heß sagt:

        Hi! Vielen Dank für die Einschätzung und Infos! Die Kreuzlattung wird in diesem Fall nicht mit dem Boden verschraubt, sondern schwimmend verlegt korrekt? Welche Art von Feuchtigkeitssperre ist hier unter der Kreuzlattung zu sehen? Ist es für denn Trittschall von Vorteil unter die unterste Lattung Brettbreite Kokosfaser oder Holzfaserstreifen zu legen? Fragen über Fragen.. 😉 Leider ist es wirklich schwierig Wissen derart von Bauunternehmen zu bekommen, da viele einfach Estrich und EPS nutzen würden. Vielen Dank nochmal!

        • Hallo Herr Heß,
          auch Ihnen vielen Dank für die Rückmeldung.
          Die Kreuzlattung wird nicht mit dem Boden verschraubt. Zur Schallentkopplung liegt das untere Lagerholz in der Regel auf einem Streifen aus Hanffilz oder Kokosfaser, wie im folgenden Bild auf einer Einfachlattung zu sehen ist:
          Lagerholz mit Hanffilzstreifen für Massivholzdielen
          Wird auf den Schallschutz kein Wert gelegt, dann kann das untere Lagerholz auch direkt mit dem Untergrund mittels Schrauben verbunden werden. In dem Fall bedarf es keiner Schallentkopplung mittels Kokosfaserstreifen bzw. Hanffilzstreifen. Auf der großen Abbildung oben sehen Sie die Kreuzlattung im Untergeschoss eines Einfamilienhauses aus den 50’er Jahren. Hier wurde zur Sicherheit vom Dachdecker eine Bitumenscheißbahn flächig eingebaut. Grund für diese Maßnahme war, dass das Haus am Hang steht und punktuell das Risiko von aufsteigender Feuchtigkeit bestand. Und hier im Bild direkt bei meiner Antwort, sehen Sie als Feuchtigkeitssperre eine PE-Folie. Diese reicht in der Regel zum Beispiel im Erdgeschoss eines bestehenden Hauses direkt über einem Keller aus.
          Hinsichtlich der Einschätzung von Bauunternehmern zum richtigen Aufbau gibt es viele Meinungen. Estrich auf EPS ist gängig, woraus man nicht automatisch ableiten kann, dass es die beste Variante ist. Speziell bei Bauherren, die ökologisch und nachhaltig Bauen, Renovieren oder Sanieren ist expandiertes Polystyrol keine Alternative. Auch wenn es EPS und XPS (extrudiertes Polystyrol) gut dämmt und günstig ist, bleibt die Ausstattung mit Flammschutzmitteln und Treibgasen bei der Herstellung, sowie die ungeklärte Entsorgung problematisch.
          Beste Grüße, Daniel Döbel

          • Timo Heß sagt:

            Großartig! Vielen Dank für die Informationen.
            Wir haben nun den Boden unten ebenso raus und etwa 7 oder 8cm Raum für den Bodenaufbau.
            Ich würde in diesem Fall zu einer einfachen Lattung tendieren. oder wäre eine Kreuzlattung mit schmalen Leisten sinnvoller? 1cm Hanfstreifen+4cm einfache Lattung+2cm Dielen wäre da meine Idee. Seit der Boden raus ist, beschlagen hier in dem Raum (Bodenplatte aus den 70ern ohne Keller) die Fenster wie wild. Die Ebenheit des Bodens muss ich nochmal checken aber ich würde tendenziell mit Dichtungschlämme arbeiten wollen um die Feuchtigkeit von unten fern zu halten. Haben Sie hierzu einen Ratschlag? Im Obergeschoss sind es nun ebenso nur 8cm Aufbau. Ich denke, das hier die einfache Lattung (Plus PE Folie drunter) ebenso die beste Wahl ist.
            Eine Frage hätte ich zur Zellulose. Diese wird händisch einfach zwischen die Lattung gepresst/gefüllt. Muss diese sehr verdichtet werden?
            Sollten wir uns im Obergeschoss gegen die Dielen entscheiden und doch einen Parkettboden wählen, wäre auf der Lattung die OSB Platten-Schicht schwimmend verlegt und die Lattung mit dem Boden verschraubt? Sehe ich das korrekt? Im Erdgeschoss wäre (Im Parkett Fall) es wahrscheinlich Käse die Lattung zu verschrauben, da von unten zu viel Feuchtigkeit in die Bodenplatte kommt, oder sehe ich dies falsch?

            Ich denke nach dieser geballten Ladung an Fragen an Sie bin ich dann recht gut ausgestattet und für die Aufgabe bestens gewappnet. Tausend dank nochmal!

            LG Timo

          • Hallo Timo,
            auch Ihnen vielen Dank für die Rückmeldung.
            In Ihrem Fall ist sowohl die Variante „Einfachlattung“ als auch „Kreuzlattung“ möglich.
            Bei der Ausführung mit einem Lagerholz würde ich Ihnen zum Aufbau 10mm Hanffilzstreifen, 40x60mm Konstruktionsvollholz (KVH) und darauf den Dielen Boden empfehlen.
            In der Summe kommen Sie auf 70mm Aufbauhöhe zzgl. Ausgleich = passt 😊
            Der Bedarf für das Lagerholz beträgt 3 Laufmeter pro Quadratmeter Bodenfläche.
            Bei der Variante Kreuzlattung als Untergrund könnten Sie zum Beispiel 19,5mm starke Rauspundbretter verwenden, die in 2 Lagen über Kreuz liegen.
            Der Bedarf liegt bei ca. 5 lfm pro m² Fläche, was bei der Beschaffung ca. 0,60m² Rauspund pro Quadratmeter Fläche bedeutet.
            Die Zwischenräume können Sie mit Zellulose verfüllen, die wörtlich lose eingebracht und nicht verdichtet wird.
            Rechnerisch kommen Sie in der Summe auf 69mm Aufbauhöhe zzgl. Ausgleich, was ebenfalls gut passt.
            Beim Ausrichten von unebenen Untergründen ist die Variante „Kreuzlattung“ einfacher!
            Feuchtigkeit:
            In Jeden Fall müssen Sie dafür sorgen, dass von unten keine Feuchtigkeit aufsteigen wird.
            Im Untergeschoss ist das flächige Ausbringen einer Bitumenschweißbahn zu empfehlen.
            In Geschossen über einem Keller reicht in der Regel das Auslegen einer PE-Folie.
            Ein Fußbodenaufbau aus OSB-Verlegeplatten, einer Trittschallentkopplung und einem dünnem Fertigparkett ist aus meiner Sicht gleich teuer wie 20mm starke Massivholzdielen.
            Zudem ist die Verlegung einfacher und nicht so zeitintensiv. Ein Fußboden aus Massivholzdielen ist auch viel zeitloser und wertiger.
            Im Verlauf des Lebens kann man Holzdielen problemlos auch mehrfach abschleifen, was für Fertigparkett nicht zutrifft. Deshalb wohl auch der Name „Fertig“-Parkett 😊
            Schöne Grüße, Daniel Döbel

    • Robert Hoffmann sagt:

      Guten Morgen Herr Döbel,
      vielen Dank für Ihre vielseitigen Einschätzungen von Ihnen.
      Ich renoviere gerade in meinem Bauernhaus von 1871 den 1. Stock. Jetzt geht es um die Frage des Untergrundes für den Bodenbelag. Ausgeguckt hab ich mir Kieferndielen mit einer Stärke von 27mm Vollholz.
      Der jetzige Boden besteht aus Schalbrettern, die auf den Balken liegen und zwischen den Balken ist eine Dämmung mit Isolierwolle. Reicht hier eine wie von Ihnen beschriebene Holz UK mit Hanffilzstreifen aus für die richtige Trittschalldämmung oder sollte noch mit Trockenestrich oder ähnlichem gearbeitet werden?
      Die Trittschalldämmung soll ja auch durch die Kreuzlattung und die Zellulosedämmung entstehen. Würde das dann ausreichen?
      Außerdem muss unter anderem auf einer Länge von 7m eine Höhe von 45mm ausgeglichen werden und die max. Aufbauhöhe sollte nicht mehr als 100-120mm sein. Wäre hier eine Ausgleichsmasse sinnvoll oder die Unterfütterung mit Hölzern?
      Fragen über Fragen…. Vielen Dank schon jetzt für Ihre Hilfe.
      Viele Grüße Robert

      • Hallo Herr Hoffmann,
        vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung 😊
        Für Ihr Projekt würde ich die Hanf-Lehm-Schallschüttung LLS 200 empfehlen, die aus mit Lehm ummantelten Hanfspänen besteht.
        In dieser Kombination erreichen Sie eine für Holzbalkendecken gute Luftschall- und Trittschalldämmung (Körperschall).
        Diese sollten Sie in 2 Lagen wie folgt einbringen:
        Zunächst sollten Sie einen Rieselschutz einbauen. Dafür wird in der Regel flächig ein Papier ausgerollt, das an den Stößen überlappt und im Randbereich „hochgezogen“ wird.
        Darauf folgt die erste Schicht Hanflehmschüttung, mit der die bei Ihnen festgestellte Unebenheit ausgeglichen wird.
        Darauf legen Sie im Abstand von 40 – 50cm Lagerhölzer aus, die später für die Befestigung der Dielen nötig sind.
        Über den Querschnitt der Lagerhölzer bestimmen Sie die Endhöhe. Ein günstiges, dauerhaft stabiles Maß sind zum Beispiel Kanthölzer im Format 60x80mm aus Konstruktionsvollholz (KVH).
        Den Hohlraum zwischen den Lagerhölzern füllen Sie erneut mit der Trittschalldämmung aus Hanflehm auf.
        Durch diese Art des Aufbaus wird es eine Entkopplung und keine direkte Verbindung mit dem vorhandenen Untergrund geben.
        Im folgenden Video können Sie den Ablauf sehen und für Ihr Bauvorhaben die Vorgänge ableiten: >Schalldämmung mit Hanflehm<
        Ähnlich wie bei Ihnen geplant, haben wir bereits bei mehreren Projekten das Material so eingesetzt.
        Als Holzdiele empfehlen wir unsere franz. Pinie, die 140mm breit, 2m lang und 20mm Stark ist.
        Wenn Sie uns Ihren Bedarf mitteilen, dann können wir Ihnen gerne auch ein Angebot erstellen.
        Bittel teilen Sie uns dafür auch Ihre Adresse per Mail mit.
        Schöne Grüße, Daniel Döbel

  8. Joachim Dettenberg sagt:

    Hallo Herr Döbel. Danke für die vielen guten Tips zu diesem Thema. Ich plane gerade den Neuaufbau eines Fussbodens im Dachgeschoss, nachdem ein Marder massive Schäden verursacht hat.
    Es ist eine Balkenlage vorhanden, KVH 7,5x 14cm, mit mittigen Abständen von 58cm. Bisher wollte ich mit Steico Floor arbeiten, nachdem ich da gute Erfahrungen mit gemacht habe, was die Trittschalldämmung/ den Klang angeht.
    Allerdings fällt das aus Kostengründen erstmal flach. Also folgender Aufbau schwebt mir gerade vor. Quer zu der Balkenlage 40/60 Hölzer in einem Abstand von ca. 40cm, unterlegt mit 1cm Holzfaserplatte. Auf diese Hölzer dann wieder 1-2cm Holzfaserplatte, und darauf dann Vollholzfertigparkett von Kährs, 19mm. Ist es zwingend notwendig, den großen Hohlraum zu befüllen, um einen guten Trittklang zu bekommen? Das sind ca. 7m³ Volumen, und dafür fehlt mir schlichtweg das Geld, wenn ich es mit Zellulose mache. Eine preisliche Alternative wäre noch Knauf Ecose Dämmwolle.
    Wenn das so nicht funktioniert, gehe ich vielleicht doch auf Variante 2. ESB Platten auf Balkenlage, darauf Holzfaser mit 40mm. Ich bin gespannt, was sie dazu schreiben. Liebe Grüße aus dem Westerwald.

    • Hallo Herr Dettenberg,
      vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung 😊
      Hinsichtlich des Trittschalls wird die von Ihnen aufgeführte Variante 2 die günstigere sein.
      Doch bevor Sie flächig die ESB-Platten in mind. 22mm Stärke verlegen, sollten Sie den Hohlraum darunter mittels Dämmstoff füllen.
      Wir empfehlen dazu Zellulosedämmung, weil sie günstig ist und gute Schall mindernde Eigenschaften aufweist.
      Sollte der Hohlraum von ca. 140mm frei bleiben, dann könnte diese Fläche als Resonanzkörper fungieren, der den Schall u.U. verstärkt!
      Mit Holzfaserdämmplatten auf den ESB-Platten werden Sie vom eigentlichen Fußboden eine Entkopplung zur Holzbalkendecke bekommen.

      Mit über Kreuz gelegten Lagerhölzern auf der Balkendecke, die mit einer Holzfaser nur punktuell unterfüttert sind, laufen Sie Gefahr, dass diese im Laufe der Zeit sich „aufreiben“.
      Des Weiteren wird die Last nur über diese Punkte abgeleitet, was zur Komprimierung der Holzfaser führt.
      Bei dieser Konstellation wird der Schall besser übertragen, als wenn der Boden wie bei Variante 2 flächig entkoppelt ist.
      Beste Grüße aus Kassel, Daniel Döbel

  9. Dagmar Sprenger sagt:

    Guten Tag Herr Döbel,
    erst einmal vielen Dank für Ihre vielen hilfreichen Tipps!
    Ich möchte in meinem Haus 20 mm starke Massivholzdielen verlegen. Insgesamt stehen mir etwa 12 cm Höhe zur Verfügung. Abzüglich Hanfdämmstreifen bleiben 9 cm für die Kreuzlattung mit Zellulose. Kann ich auch 20 mm Hanfdämmstreifen (2-lagig?) nehmen und dann die Kreuzlattung aus 40/60 KVH, jeweils liegend bauen? Die obere Lage KVH hat einen max. Achsabstand von 40 cm, welchen Achsabstand muss die untere Lage haben? Hier ist bei det Stabilität auch der Höhenausgleich der ziemlich unebenen Hohlsteindecke noch zu berücksichtigen.
    Vielen Dank vorab für Ihre Ratschläge.
    Viele Grüße, Dagmar Sprenger

    • Hallo Frau Sprenger,
      vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung und der Frage nach dem Untergrundaufbau mittels Kreuzlattung für Ihr Objekt.
      Bei der Hohlsteindecke sollten Sie wegen der Lastabtragung vielleicht zunächst auf die Träger den Filzstreifen und dann ein 28,5mm starken Rauspund legen, welcher durch Unterfütterung gleichmäßig in Waage gebracht wird.
      Darauf sollten Sie wegen der Spannweite der Träger mit dem Querschnitt von 60x80mm fortfahren. Und wenn es sich um eine Geschossdecke über dem Keller handelt, dann unbedingt zunächst zum Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit flächig eine PE-Folie auslegen.
      Bei der Empfehlung ist der Bedarf wie folgt:
      Rauspund = Laufmeter der Träger + Verschnitt
      Querlattung aus KVH 60x80mm = 3lfm / m² (Achsabstand bis 40cm)
      Schöne Grüße, Daniel Döbel

  10. Jakob L. sagt:

    Hallo,
    wir beginnen Anfang 2024 mit dem Bau unseres Passivhauses. Geheizt wird vollständig über die Lüftungsanlage, lediglich in den Bädern haben wir eine elektrische Fußbodenheizung.
    Jetzt bin ich drauf gekommen, dass wir ja garkeinen Estrich bräuchten und den Aufbau trocken machen könnten.
    Was mir nicht ganz klar ist: Im Flur und in den Bädern haben wir Fliesen. Wie kann man denn, wenn der restliche Boden mit einer Kreuzlattung ausgeführt wird, hier den Übergang machen und am Ende auf die gleiche Aufbauhöhe kommen?
    Könnte man in den gefließten Bereichen einen Trockenestrich machen, darauf Fermacell und darauf fließen?

    Ich hoffe meine Fragestellung wurde klar:-)

    • Hallo Herr Lenz,
      vielen Dank für Ihre Nachricht und die Farage nach dem Untergrundaufbau mit Kreuzlattung für die Bereiche, wo in Ihrem Neubau gefliest werden soll.
      Bei Bädern, wo in der Regel gefliest wird und auch in Küchen, wo oft Linoleum verlegt wird, bauen wir die Kreuzlattung mit einer geringeren Höhe ein. Darauf folgt eine OSB- oder ESB-Verlegeplatte in der Stärke von 20mm und ein Trockenestrichelement, das ebenfalls 20mm stark ist.
      Die Höhe der Kreuzlattung kann man wie folgt berechnen:
      Oberkannte vom Fußboden (OKFF) abzüglich Fliese mit Kleber (ca. 20mm), 40mm für Verlegeplatten mit Trockenestrichelement und 5 oder 10mm Trittschallentkopplung (zum Beispiel Hanffaserstreifen) unter dem unteren Lagerholz. Die Kreuzlattung füllt die verbleibende Höhe aus. Sie kann dabei aus einem Querschnitt gebildet werden oder auch aus zwei unterschiedlichen 😊
      Beste Grüße, Daniel Döbel

  11. Christian K. sagt:

    Viele Dank für die vielen hilfreichen Tipps im Vorwege!
    Wir möchten in unserem Wohnzimmer 4x8m Eichendielen 20mm verlegen. Die alte Dielung (Nadelholz) auf Lagerhölzern (ohne Dämmung) haben wir entfernt. Die Betondecke hat sehr große Höhenunterschiede, es stehen zwischen 8 und 14 cm für den Aufbau zur Verfügung. Sollte aus meiner Sicht machbar sein.
    Die Unterkonstruktion soll mit Kreuzlattung erfolgen. Unter die Dielen sollen mit Alu kaschierte EPS Platten für die Fußbodenheizung installiert werden (30mm stark, 50x100cm). Hier meine beiden Fragen:
    Die EPS Platten geben mit 50cm Breite den Abstand der Lattung vor, möglich wäre sie zu halbieren. Halten sie 50cm für ausreichend?
    Um möglichst dauerhaft Kontakt zwischen der Alufolie der EPS Platten und den Dielen zu gewährleisten (Wärmeübergang) würde ich unter die EPS Platten 50cm breite OSB Platten legen die mit Dielenschrauben durch das EPS gegen die Dielen geschraubt werden. Eine andere Möglichkeit wäre es flächig OSB auf Kreuzlattung zu verlegen, darauf flächig die EPS Fußbodenheizung und die Dielen dann mit Schrauben durch das EPS zu verschrauben. Welche Lösung wäre sinnvoller?

    • Hallo Frau Koegst,
      Ihre Nachricht hat uns erreicht – vielen Dank!
      Für den von Ihnen geplanten Aufbau würde ich Ihnen eher zur einer Lösung mit tragfähiger Schüttung raten, der wie folgt aussehen könnte:
      1. Feuchtigkeitssperre (0,2mm PE-Folie)
      2. Tragfähige Schüttung zum Beispiel Cemwood 2000 und Cemwood 1000
      3. OSB-Verlegeplatte 18mm
      4. Fußbodenheizung wie geplant (besser aus Holzfaserplatten und ohne Styrol)
      5. 20mm starke Dielen aus Eiche
      Zur Verdeutlichung füge ich Ihnen hier folgendes Bild ein, auf dem Sie die Schüttung und den Beginn der Verlegung von OSB-Platten sehen.
      Cemwood-Schüttung mit OSB-Platten als Untergrund für Holzdielen
      Im oberen Bereich des Bildes sehen Sie den Betonuntergrund, der mit einer Folie abgedeckt wurde. Die Schüttung wurde partiell von 0 bis 60mm eingebaut.
      Beste Grüße, Daniel Döbel

  12. Martin sagt:

    Ein sehr interessanter Artikel. Vielen Dank dafür.
    Ich möchte auf eine alte Kappendecke (Trägerabstand ca. 100cm) Lagerhölzer auflegen und darauf OSB (25mm) verleimt. Darauf wird dann verschiedener Bodenbelag aufgebracht. Welcher Lagerholzquerschnitt und Achsabstand reicht bei normalen Verkehrslasten im Wohnbereich aus? Aus Gründen der Aufbauhöhe würde ich gerne 60mm starke Lagerhölzer wählen, bin mir aber wegen des 1m Abstands der Träger nicht sicher.

    Vielen Dank
    Martin

    • Hallo Martin, Ihre Nachricht hat mich erreicht – vielen Dank!
      Den Achsabstand der Lagerhölzer würde ich auf 40cm setzen und den Querschnitt für das Lagerholz mit 60x80mm wählen.
      Wenn die Decke über dem Keller ist, dann sollten Sie unbedingt zunächst eine PE-Folie zum Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit auslegen.
      Das gewährleistet, dass die Dämmung trocken bleibt, dann dämmt sie besser und alle anderen Böden aus Holz, OSB-Platten etc. geschützt sind.
      Aus meiner Sicht müssen Sie die OSB-Platte nicht verleimen. Mir würde eine Verschraubung mit dem ausgerichteten Lagerholz ausreichen.
      Sollten Sie über den Einbau von massiven und mind. 20mm starken Fußbodendielen nachdenken, dann ist die OSB-Verlegeplatte nicht nötig.
      Beste Grüße, Daniel Döbel

  13. Manuel K sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ganz herzlichen Dank für den informativen Artikel. Wir möchten in dem Gemeinderaum unseres Vereins den Boden mit einer Kreuzlattung ausgleichen und darüber einen OSB-Boden (Nut und Feder) und dann Laminatboden verlegen. Aktuell haben einen Fließenboden, der Unebenheit von bis zu 10 cm aufweißt. Ich hätte ein paar Fragen dazu, ich würde mich sehr freuen wenn Sie mir die eine oder andere Beantworten können.
    – benötigen wir bei einem Fließenboden eine PE-Folie als Dampfsperre oder reicht hier der Fleißenboden bereits aus
    – ist eine Dämmung unbedingt notwendig (dient diese hauptsächlich der Wärmedämmung oder auch Schalldämmung?) und wenn ja was wären die Vor- und Nachteile einer Zellulosedämmung oder Alternativen?
    – Sollten die OSB-Platten miteinander verleimt werden?

    Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und vielen Dank im Voraus.
    Schöne Grüße
    Manuel K

    • Hallo Manuel,
      vielen Dank für Ihre Nachricht und die Frage zum Untergrundaufbau bei einer Kreuzlattung.
      Wenn der Untergrund bisher trocken ist, weil bereits im Aufbau (Estrich?) unter den Fliesenboden eine Feuchtigkeitssperre enthalten ist, dann könnten Sie auf eine weitere Sperre verzichten. Die Kosten für die PD-Folie halten sich in Grenzen, aus dem Grund und bei Unsicherheit würde ich dennoch eine PE-Folie auslegen. Das schadet nicht ?
      Den Hohlraum zwischen den Lagerhölzern sollten Sie in jedem Fall dämmen. Erstens bleibt es wärmer und zweitens haben Sie es selbst richtig erkannt, die Zellulosedämmung dient dem Schallschutz. Ein Hohlraum dient als Resonanzkörper, was ohne Dämmstoff unangenehm laut werden könnte, zumal Sie einen Laminatboden verlegen wollen.
      Die OSB-Verlegeplatten können Sie verleimen. Damit verringert sich ein das Risiko von Knarrgeräuschen, das besteht, wenn die Platten in Bewegung geraten und die Reibung in Nut und Feder „laut“ wird.
      Alternativ zum Aufbau mit OSB-Platten (Holzspäne mit Kleber) und Laminat (synthetischer Kunststoffboden) könnten Sie auch zum Beispiel 20mm starke Holzdielen aus Pinie verlegen. Diese werden im „Vereinsgebrauch“ sicher schnell grau. Wenn das keinen stört, dann können Sie jedoch sehr alt werden und bei Bedarf auch partiell ausgebessert / erneuert werden. Am Ende ihrer „Lebenszeit“ werden Holzdielen einfach verbrannt und stellen keinen Sondermüll dar.
      Schöne Grüße und viel Erfolg!
      Daniel Döbel

  14. Michaela Näser sagt:

    Sehr geehrter Herr Döbel,
    wir haben im ganzen Haus eine 18 Jahre alte Unterbaukonstruktion mit Zelluloseaufschüttung. Wir mussten aktuell einige Holzdielen ersetzen und mir fiel die Zellulose auf. Natürlich ist diese Art der Verbauung sehr nachhaltig, aber wie sieht es gesundheitlich bei Allergikern aus, da diese Zellulose ja in kleinste Teile zerfällt.
    Mit freundlichen Grüßen
    Michaela Näser

    • Hallo Frau Näser,
      aus gesundheitlichen Aspekten betrachtet, sind Staubpartikel jeglicher Art zunächst schlecht. Frische See- oder Bergluft ist besser!
      Unabhängig davon, was Sie zwischen das Lagerholz einbauen, wird Staub anfallen. Ist das Material einmal eingebaut, egal welche Art von Schüttung oder Dämmmaterial Verwendung findet, dann wird das von den Holzdielen abgedeckt. Durch die Nut- und Federverbindung der Holzdielen entsteht eine geschlossene Schicht darüber. Einzig „offen“ verbleibt der Randbereich, an dem man „Luft“ lassen muss, damit die Dielen beim Quellen nicht gegen die Wandflächen drücken. Dieser Bereich wird allerdings von der Sockelleiste abgedeckt, was wiederrum die unter den Dielen befindliche Schüttung abdeckt.
      Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, dann könnte man im Randbereich die Lagerholzkonstruktion mittels einer Rieselschutzpappe großflächig abkleben oder die Randfugen mittels Hanf- oder Jutefasern ausstopfen.
      Beste Grüße, Daniel Döbel

  15. Christian Kluxen sagt:

    Hallo Herr Döbel,

    Wenn ich die Unterkonstruktion mit Holzklötzen oder ähnlichem ausgleichen muss, wie stelle ich dann die Entkopplung zum Betonboden her? Bei Ihnen lese ich von Hanffilzstreifen zwischen Betonboden und unterer Lattung. Wenn ich nun ich nun Holzklötze unter die Latte legen, habe ich nur eine geringe Auflagefläche zwischen Holz und Beton. Dementsprechend lastet das gesamte Gewicht auf den Klötzen und nicht auf der gesamten Länge der Latte. Packe ich dann trotzdem die Hanffilzstreifen unter die Klötze? Halten diese das Höhere Gewicht aus? Wird es dadurch vielleicht zu instabil? Oder wie entkopple ich hier sinnvoll?

    Freundliche Grüße
    Christian Kluxen

    • Hallo Herr Kluxen,
      vielen Dank für Ihre Nachricht zum Ausgleich von Unebenheiten bei einer Kreuzlattung.
      Punktuelle Unterfütterung bedeutet nicht unbedingt, dass man nur einen dünnen Keil unter das Lagerholz schiebt und fertig.
      Der Ausgleich kann zum Beispiel auch durch ein 20cm langes Stück Holz erfolgen, dann ist die Auflagefläche länger.
      Ein Hanffilzstreifen ist belastbar und durch Komprimieren, ist trotzdem eine Entkopplung gegeben.
      Schöne Grüße
      Daniel Döbel

  16. Simone Atzenbeck sagt:

    Hallo Herr Döbel,
    in einem Reihenhaus Baujahr 1953 wollen wir raumlange Massivholzdielen (4,80m) verlegen (lassen). Um eine Lattenkonstruktion zum Verschrauben der Dielen zu realisieren müssten wir den Estrich über dem Betonboden entfernen. Spricht etwas dagegen? Müsste der Betonboden dann durch Ausgleichsmasse begradigt werden? Wie hoch müssten die Latten mindestens sein, damit eine solide Verschraubung möglich ist? Können die Massivholzdielen stattdessen auch auf dem Estrich verklebt werden? Ist die Verlegung von raumlangen Dielen nur durch erfahrene Bodenleger möglich oder auch einer handwerklich geschickten, aber diesbezüglich unerfahrenen Person zuzutrauen? Vielen Dank vorab für Ihre geschätzte Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen
    Simone Atzenbeck

    • Hallo Frau Atzenbeck,
      vielen Dank für Ihre Nachricht zur Untergrundkonstruktion für raumlange Holzdielen.
      Den alten Estrich rausnehmen ist sinnvoll, damit Anschlüsse zu Nachbarräumen sauber ausgebildet werden können.
      Abhängig von der Aufbauhöhe ist eine Einfachlattung oder auch eine Kreuzlattung zu wählen.
      Den Betonboden müssen Sie vorab nicht extra ausgleichen. Das kann alles unter dem untern Lagerholz mit entsprechenden Holzstücken, Keilen etc. erfolgen.
      Legen Sie unbedingt zunächst eine Feuchtigkeitssperre aus. Zumindest in den Räumen über dem Keller!
      Wenn Sie sich die Montage zutrauen und einigermaßen vernünftiges Werkzeug Ihr „Eigen“ nennen, dann könnte eine Montage auch in Eigenleistung gut klappen 🙂
      Welche Art von Holzdielen kommen für Sie in Frage?
      Wie große ist Ihr Bedarf?
      Wo steht Ihr Haus?
      Vielleicht können wir Ihnen ein Angebot für die Lieferung der Holzdielen machen?
      Schöne Grüße
      Daniel Döbel

  17. Heiner Koch sagt:

    Hallo,
    kann ich auch Parkettboden (Klickparkett) mit einer Lattenunterkonstruktion verlegen? Wie berechne ich den nötigen Abstand der Latten?
    Gruß
    Heiner Koch

    • Hallo Herr Koch,
      vielen Dank für Ihre Nachricht zum Untergrundaufbau bei Fertigparkett.
      Die mehrschichtigen Böden sind in der Regel nur 14 / 15mm stark und damit zu „dünn“ um sie auf einer Lagerholzkonstruktion auslegen zu können.
      Es gibt durchaus Dreischichtböden, die auch mehr als 20mm Stark sind und sich Montage auf Lagerhölzern eigenen.
      Insbesondere ist das bei raumlangen und sehr breiten Landhausdielen der Fall, wenn mit Deckfurnieren gearbeitet wird.
      Zur Verlegung auf einer Unterkonstruktion aus Kanthölzern muss der Hersteller den Boden dafür auch freigeben.

      Normale 3-schicht Böden mit 15mm Stärke sind zu schwach, um Punktlasten (Klavier, Bücherregal, Eingangsbereich etc.) zwischen den Lagerhölzern sicher abzuleiten.
      Wenn Sie eine Lagerholzkonstruktion planen, um eine bestimmte Aufbauhöhe zu erreichen, dann legen Sie unter das Fertigparkett zum Beispiel zunächst eine OSB-Verlegeplatte drunter.
      Zusammen mit dem Fertigparkett sollte die Konstruktion dauerhaft sicher sein 🙂
      Schöne Grüße
      Daniel Döbel

  18. Anne-Lotte Ostbomk sagt:

    Lieber Herr Döbel,

    ich möchte in meinem Fachwerkhaus Eichendielen verlegen, und zwar so, dass zwischen Küche und Wohnzimmer keine Schnittstelle sichtbar ist. Dort ist keine Tür sondern ein ca 2m breiter Durchgang, aber die Unterkonstruktionen variieren. Im Wohnzimmer liegt ein alter Filzteppich auf Resopalplatten verklebt, die wiederum auf einer Kreuzlattung liegen, bei der das Unterholz kunstgerecht ausgestemmt an die Natursteine der Unterkellerung angepasst wurde. Da hoffe ich die Dielen also schlicht drauf legen und verschrauben zu können. In der angrenzenden Küche hingegen ist ein nackter Estrich, und der ist nicht alt, sondern uralt. ein rötlicher Beton. Keine Risse, aber ca 10 cm Gefälle und erhebliche Unebenheiten. Und in den Fachwerkhäusern gibt es ja dieses Problem mit der lichten Höhe… Kann ich eine gaaanz ganz dünne Holzkonstruktion darunter basteln, um die Unebenheiten auszugleichen? Möglicherweise die Dielen direkt als Konterlatten verwenden?
    Herzliche Grüße,
    Anne-Lotte Ostbomk

    • Hallo Frau Ostbomk,
      vielen Dank für Ihre Nachricht und die Frage nach einer Lösung zum Unterbau für neue Holzdielen aus Eiche.
      Wenn ich Sie recht verstehe, dann ist im Augenblick der Übergang am Fußboden zwischen Küche und Wohnzimmer auf einem Niveau?
      Die Dielen Im Wohnzimmer werden durch die Feder Durch am Untergrund befestigt, so dass am Übergang zur Küche durch diese Aufbauart auch nur 20mm Luft sind, die von der neuen Holzdiele bereits eingenommen werden. In der Küche muss zusätzlich ein Gefälle von 100mm ausgeglichen werden, damit der Fußboden in Waage ist. Das ist eine sportliche Aufgabe ?
      Eine mögliche Lösung ist, dass Sie im Übergangsbereich von der Küche in das Wohnzimmer aus dem Estrich was „rausflexen“. Zum Beispiel einen Hohlraum, der den Querschnitt einer Lattung der Dimension von 30x50mm oder 20x 100mm hat. Diese wird mit dem Restestrich noch irgendwie verbunden. Ev. mittels Schrauben? Zum Raum hin, wo der Estrich abfällt muss nichts ausgefräst werden, sondern unterfüttert, damit ein einheitliches Niveau entsteht. Insofern wir im Erdgeschoss über einem Keller sind, wäre auch das Auslegen einer PE-Folie sinnvoll, die mit 0,2mm nicht aufbaut, dafür aber vor aufsteigender Feuchtigkeit schützt!
      Vielleicht war Ihnen meine Ausführung eine Hilfe?
      Wo steht Ihr Fachwerkhaus?
      Beste Grüße, Daniel Döbel

  19. Michael B. sagt:

    Hallo Herr Döbel,
    wir möchten in unserem Haus, Baujahr 1953 im EG in den kompletten Räumen (65qm) einen neuen Eichendielenboden einbauen. Der vorhandene Dielenboden war, wie auch die Unterkonstruktion völlig verbraucht und wir haben alles bis auf den Rohfußboden entfernt. Der alte Fußboden war Raum für Raum getrennt voneinander verlegt worden und nur durch ein Querbrett im Türenbereich verbunden. Wir haben nach dem Entfernen der Unterkonstruktion bemerkt, dass der Rohfußboden sehr uneben ist, spricht bis zu 15 mm wellenförmig verläuft.
    Wir haben im jetzigen Zustand komplett nur 8cm Aufbauhöhe inkl. der Dielen zu verfügung, bei einer Dielenstärke von 20mm würde da nur noch 60mm für die Unterkonstruktion und den Ausgleich übrig bleiben. Könnten Sie uns sagen wie wir den Aufbau umsetzen können damit wir ein haltbares und dauerhaft Ergebnis bekommen? Auch würden wir gerne die Dielen durchlaufen lassen, also ohne irgend welche Trennfugen zwischen den Türöffnungen.
    Wie gleichen wir diese Bodenwellen aus, wir können die Hölzer doch nicht wellenförmig anpassen?
    Wir wissen, es sind Fragen die wahrscheinlich nicht einfach zu beantworten sind, hoffen aber auf Ihre Hilfe.

    • Hallo Michael,
      vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Fragen zum Untergrundaufbau von Holzdielen im Altbau.
      Als erstes sollten Sie zum Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit flächig und an den Stößen überlappend eine PE-Folie auslegen.
      Darauf können Sie eine Lagerholzkonstruktion aus 60x80mm Konstruktionsvollholz (KVH) auslegen. Zusammen mit den Holzdielen erreichen Sie also die geforderte Gesamtaufbauhöhe von 80mm.
      Der Abstand zwischen den Lagerhölzern sollte nicht 40cm übersteigen. Daraus resultiert, dass Sie einen Bedarf von ca. 2,5 Laufmetern Lagerholz x Raumgröße in Quadratmetern haben.
      In Ihrem Fall sind es also: 65m² x 2,5m = 162,50 lfm (160 Laufmeter werden auch reichen).
      Das Lagerholz wird in dem Bereich, wo es eine „Delle“ im Untergrund gibt, entsprechend in Ihrem Fall bis zu 15mm unterfüttert.
      Die Konstruktion wird mit dem Untergrund mittels Schrauben und Dübeln befestigt. Besonders an den Stellen, wo eine Unterfütterung vorgenommen wurde, sollte auch eine Schraube im Betonuntergrund verankert werden.
      Bevor Sie die Dielen verlegen, wird die Dämmung eingebracht. Wir verwenden dafür Zellulosedämmung, die lose aus dem Sack geschüttet und verteilt wird. Vorteilhaft ist dabei, dass sie nicht zugeschnitten werden muss.
      Unter dem Lagerholz können Sie auch Kabel etc. verlegen und die Hölzer entsprechend ausklinken.
      Wenn Sie die Eichenholzdielen noch nicht haben, dann können wir sie Ihnen gerne anbieten 🙂
      Zur Veranschaulichung folgen hier noch drei Bilder 🙂
      Schöne Grüße, Daniel Döbel
      Einfachlattung: ausgerichtete Unterkonstruktion - Lagerholzaufbau für Holzdielen
      Einfachlattung ausgereichtet durch Unterfütterung - Untergrundaufbau für Holzdielen
      Ausgleich – Untergrundvorbereitung zur Verlegung von Holzdielen

  20. Eignet sich diese Konstruktion auch in Kombination mit einer Fußbodenheizung?

    • Hallo Herr Kirsch,
      vielen Dank für Ihre Nachricht. Eine Lagerholzkonstruktion eignet sich auch für den Einsatz einer Fußbodenheizung in Verbindung mit einem Holzfußboden als Dielen, Landhausdielen oder Fertigparkett.
      Das Heizungssystem sollte allerdings im Trockenbau erstellt werden, wofür es einige Lösungen gibt. Für einen Nassestrich als Zement- oder Anhydritestrich mit integrierter Fußbodenheizung würde ich Ihnen die Lagerholzkonstruktion nicht empfehlen. Die ins Gefüge eingebrachte Wassermenge muss trocknen und das braucht Zeit und würde dem Unterboden als Kreuzlattung mit Dämmstoff nicht guttun.
      Empfehlung: Ein möglicher Aufbau könnte durch Auflegen eine OSB-Platte auf das obere Lagerholz sein, worauf das Fußbodenheizungssystem Naturawood folgt.
      Wo steht Ihr Objekt?
      Bei Bedarf können wir Ihnen gerne ein Angebot über die Lieferung erstellen.
      Schöne Grüße, Daniel Döbel

  21. Uta Ehrhardt sagt:

    Was kann unternommen werden, wenn der Betonboden nich top eben und in waage ist? Der Plan ist eine Kreuzlattung auf Jute oder Hanfstreifen zu verlegen, aber wie gleicht man die Unebenheiten aus?

    • Hallo Frau Ehrhardt,
      vielen Dank für Ihre Nachricht zum Untergrundaufbau für Holzdielen mittels einer Lagerholzkonstruktion als Kreuzlattung.
      Zunächst legen Sie den Filzstreifen aus und darauf das erste Lagerholz. Im 90° Winkel dazu wird das zweite Lagerholz ausgelegt und alle entstandenen Kreuzpunkte werden verschraubt.
      So entsteht ein stabiles Gerüst, worauf Sie ein Richtscheid oder eine lange Wasserwaage auflegen.
      In dem Zustand sehen Sie, wie die Gegebenheiten sind. Durch Anheben an den Stellen wo die Wasserwaage „hoch“ muss, geht die gesamte Konstruktion mit.
      Aus meiner Sicht können Sie ein Gefälle von 1 oder 2 Millimetern vernachlässigen und bei 10, 20mm und einer größeren Differenz sollten Sie ausgleichen.
      In dem Fall werden unter das untere Lagerholz passend etwas längere Streifen Holz geschnitten und untergelegt.
      Viel Erfolg!
      Daniel Döbel

      • Max Krieger sagt:

        Hallo Herr Döbel,
        danke für ihren vielen fachkundigen Tipps!
        Ich habe noch eine Frage zu der beschreiben Kreuzlatten Unterkonstruktion. Es liest sich so, als würde die Konstruktion nicht auf dem Rohboden (Betonboden) verschraubt. Ist das so? Bleibt die Konstruktion schwimmend?
        Danke!

        • Hallo Herr Krieger,
          vielen Dank für Ihre Nachricht zum Untergrundaufbau mittels einer Kreuzlattung.
          Grundsätzlich muss sie nicht mit dem Untergrund zusätzlich verschraubt werden, denn das über Kreuz liegende und miteinander verschraubte Lattengerüst ist in der Regel stabil.
          Auch aus Trittschallgründen ist es besser auf die Verschraubung zu verzichten, damit die Entkopplung durch Filzstreifen ihre Funktion nicht verliert.
          Im Erdgeschoss über dem Keller, wo es auf den Trittschall nicht ankommt, kann die untere Lattung zusätzlich mit der Betondecke verschraubt werden, dann ist der Untergrundaufbau für einen Holzdielenboden noch stabiler 🙂
          Schöne Grüße
          Daniel Döbel

  22. Thomas sagt:

    Hallo,
    wir haben im Altbau den Boden im Erdgeschoss (Alte Dielen und darunter Schlacke) entfernt und bauen nun den Boden wie folgt wieder auf:
    – 40 mm Leichtbeton als Tragschicht bzw. in den Vertiefungen der Kellergewölbedecken mehr
    – 20 mm Fließestrich zum nivellieren
    – Bitumen Abdichtungsbahn
    – Kreuzlattung 40x 60 und 60x 40 mm KVH – Abstand untere Lage 60 cm/ obere Lage 30 cm
    – Zelluloseschüttung in den Zwischenräumen
    – Eichendielen 20x 180 mm fallende Längen 50-220 cm

    Passt der Aufbau so?… was passiert wenn ich kurze Dielen nicht auf mindestens zwei Latten verschrauben kann bzgl durchbiegung?
    Wie sind die Abstände der oberen und unteren Lattung optimal zu wählen bei 20 mm starken Eichendielen?

    Vielen Dank schonmal für die Antwort

    • Hallo Thomas,
      vielen Dank für Ihre Nachricht zum Aufbau einer Untergrundkonstruktion für Holzdielen auf Gewölbedecken.
      Wegen der Lastabtragung kann ich pauschal nicht sagen, der Aufbau ist okay, weil ich kein Statiker bin. Auch wenn sich alles stimmig liest und voraussichtlich auch eine gute Lösung ist 🙂
      Bei Holzdielen mit fallenden Längen ist es eher Zufall, dass der Kopfstoß auf dem Lagerholz landet. Durch die Nut- und Federverbindung, die ringsum eingefräst ist, wird es keine Probleme geben, zumal der Abstand mit 30cm sehr eng ist.
      Auf Betondecken legen wir in der Regel bei einer Kreuzlattung die unteren Lagerhölzer ca. 50cm auseinander und die oberen alle 40cm.
      Schöne Grüße, Daniel Döbel

  23. Michael Kummer sagt:

    Hallo Herr Döbel,
    wir wollen eine Dielung auf einem Kellerboden (Betonboden, trocken) in der von Ihnen beschriebenen Weise einbauen. Zwei Fragen dazu:
    1. Die PE-Folie ist diffusionsoffen nach unten Richtung Beton?
    2. Werden die Hanffilzstreifen auch im Kellerbereich zur Schalldämmung benötigt, da darunter ja kein weiterer Raum ist?
    Mit freundlichen Grüßen

    • Hallo Herr Kummer,
      vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Fragen zum Untergrundaufbau mit Lagerhölzern für einen Holzdielenboden auf einer Betondecke im Erdgeschoss.
      Die PE-Folie dient der Sicherheit, damit von unten dauerhaft keine Feuchtigkeit aufsteigt, auch wenn sich jetzt alles trocken anfühlt.
      Die Lagerhölzer würde ich in Ihrem Fall direkt mit dem Betonboden verbinden.
      Eine Schallentkopplung mittels Hanffilzstreifen müssen Sie nicht mit einbauen.
      Schöne Grüße
      Daniel Döbel

  24. Christopher Dissauer sagt:

    Hallo Herr Döbel!

    Ich habe ein kleines Verständnisproblem.

    Wenn ich direkt auf die (Keller-)Betondecke eine PE-Folie unter die Dämmung (Lagerhölzer + Schüttung) verlege, so hätte die Folie doch die selbe Temperatur wie die Decke, da sie ja unter der Dämmung zu liegen kommt.
    Würde sich in diesem Fall nicht dann das Kondensat einfach auf der Folie bilden, wenn vom warmen Wohnraum Feuchtigkeit nach unten diffundiert? Wäre in diesem Fall eine Folie nicht sogar kontraproduktiv, da die Feuchtigkeit nicht weiter nach unten diffundieren kann?
    (Unter der Voraussetzung, dass die absolute Feuchtigkeit bzw. der Dampfdruck im Keller deutlich niedriger ist als im warmen Raum darüber)

    Danke auch im Voraus!

    Beste Grüße

    C. Dissauer

    • Hallo Herr Dissauer,
      vielen Dank für Ihre Nachricht hier als Kommentar zum Untergrundaufbau und zum Taupunkt im Zusammenhang mit der Feuchtigkeitssperre.
      Ihre Erklärung ist eigentlich richtig!
      Allerdings gehe ich davon aus, dass Kellerräume bei älteren Häusern nicht trocken sind und in neuen Häusern die „frische“ Betondecke mind. 5 Jahre benötigt, um restlos zu trockenen.
      Werden auf einem Untergrund aus einer Kreuzlattung trockene Holzdielen verbaut, dann muss sichergestellt sein, dass die gesamte Unterkonstruktion vom ersten Tag an trocken ist, damit erstens die Dielen nicht schüsseln und zweitens die Dämmung trocken bleibt, sonst hat sie den Dämmwert nur auf dem Papier.
      Als Dämmstoff empfehlen wir Zellulose, die mehrere Vorteile hat. In Bezug auf Feuchtigkeit weisen Naturfaserdämmstoffe einen gewissen Puffer auf, ohne dass Dämmverluste entstehen. Desweitern funktioniert innerhalb einer Zellulosedämmung der Feuchtetransport auch durch Kapillarität. Was zur Verteilung der Feuchtigkeit von „viel“ nach „wenig“ führt.
      Solche Aufbauten führen wir seit vielen Jahren durch. Unsere Erfahrung ist eindeutig: ohne Folie kommt es bei Holzfußböden zur Schüsselung und zum höheren Quelldruck der Dielen. Mit einer Feuchtigkeitssperre, bleiben Holzböden formstabil, liegen ruhiger und knarren viel weniger.
      Ich hoffe, dass die Erklärung für Sie hilfreich war ?
      Schöne Grüße, Daniel Döbel

  25. Christian Nitzsche sagt:

    Hallo habe den alten Dielen Boden raus nehmen müssen und die schlacke entfernt und würde gern neu dämmen und neu auf bauen die alten Balken sind noch gut und liegen auf drei Doppel t Träger

    • Hallo Herr Nitzsche,
      vielen Dank für Ihre Nachricht zum Untergrundaufbau für einen neuen Fußboden aus Holzdielen. Ich vermute, weil es aus Ihrem Kommentar nicht hervorgeht, dass auf der Schlacke bzw. in der Schlacke Holzbalken / Lagerhölzer integriert waren, in die der alte Dielenboden verschraubt oder genagelt war?
      Folgende Empfehlung kann ich Ihnen für den Neuaufbau des Untergrundes geben:
      Wenn es sich um eine über dem Keller befindliche Erdgeschossdecke handelt, dann legen Sie zum Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit zunächst flächig eine PE-Folie aus. Abhängig von der Der Aufbauhöhe des Fußbodens legen Sie dann eine Einfache- oder eine Kreuzlattung auf. Die Last sollte dabei möglichst über die Träger abgeleitet werden. Als Dämmstoff verwenden Sie Zelluloseflocken, die nicht zugeschnitten werden müssen, sondern lose eingeschüttet werden. Einen solchen Untergrundaufbau sehen Sie in einem noch nicht fertigen Zustand auf dem folgenden Bild:
      Untergrund für Holzdielen mit Lagerholz auf Doppel T-Trägern
      Ich hoffe, meine Ausführung war Ihnen eine Hilfe 🙂
      Schöne Grüße
      Daniel Döbel

  26. Maxi Kaun sagt:

    Hallo Herr Döbel! Wir wollen auf eine Stahlbetondecke (Kellerdecke) im Altbau (1926) Massivholzdielen Eiche 20mm fallende Längen verlegen. Lagerhölzer sind noch vorhanden und in gutem Zustand und sollen deswegen auch weiterverwendet / ergänzt werden. Deswegen bleiben wir bei einer Einfachlattung als Unterkonstruktion. Wir wollen lediglich den Abstand auf 40 mm lichtes Maß verringern.
    Als Auflagepunkte für die Lagerhölzer auf der Betondecke wurden uns Pads aus Gummigranulat anstelle der vorhandenen Holzunterfütterung empfohlen. Wirken die auch Trittschall dämmend? Die Holzstücke sind mit den Lagerhölzern verschraubt, das wäre bei Gummigranulat ja so nicht möglich. Ist die Unterkonstruktion stabil und sicher, wenn die Lagerhölzer nirgendwo fixiert sind?
    Durch die fallenden Längen sind wir uns nicht sicher (trotz 10 cm breiter Lagerhölzer), ob wir wirklich bei jedem Stoß ein Lagerholz treffen. Wäre dann eine andere Schüttung (z.B. Perlite) anstelle der Zelluloseschüttung sinnvoll? Oder sollten wir besser OSB-Platten als Blindboden auf den Lagerhölzern verlegen (wir hätten Max. 18-20 mm Platz)?
    Und ist eine Folie unter den Lagerhölzern zwingend notwendig? Unser Keller ist eher trocken bzw. „normal“ altbaufeucht, aber kein Gewölbekeller o.Ä. Da es um die Küche geht, hätte ich eher Bedenken, dass sich ggf. Wasser von oben auf der Folie stauen könnte, wenn zum Beispiel etwas verschüttet wird.
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
    Viele Grüße
    Maxi Kaun

    • Maxi Kaun sagt:

      *40 CM Abstand zwischen den Lagerhölzern war natürlich gemeint 😉

    • Hallo Herr Kaun,
      vielen Dank für Ihren Nachricht zum Untergrundaufbau für Holzdielen auf einer Betondecke.
      Aus meiner Sicht ist auf Ihrer Stahlbetondecke zunächst das Auslegen einer PE-Folie zum Schutz vor Feuchtigkeit nötig, auch wenn sich Ihr Keller trocken anfühlt.
      Im Keller ist es in der Regel mit ca. 8°C nicht so warm wie in der Küche bei ca. 20°C.
      Durch diese Temperaturdifferenz, könnte sich auf der „kalten“ Betondecke Kondensat bilden, was für die Konstruktion samt Holzdielen schlecht ist.
      Läuft auf dem Fußboden Wasser aus einem Krug, einer Tasse etc. aus, dann handelt es sich um keine bedenkliche Menge, zumal diese in der Regel sofort aufgewischt wird.
      Platzt eine Wasserleitung oder läuft der Geschirrspüler aus, woraus größere Wassermengen auf den Holzboden und darunter laufen würden, dann ist ein Wasserschaden gegeben und Ihre Versicherung gefordert.
      Zum weiteren Aufbau:
      Die Lagerhölzer im Abstand von 40cm würde ich durch Unterlegen von Holzstücken ausrichten und an den Stellen direkt von oben in die Betondecke verschrauben.
      Durch die Schraubverbindung wird die Folie perforiert, doch das ist zu vernachlässigen.
      Als Dämmstoff eignen sich Perlite-Schüttung und Zellulose gleichfalls gut.
      Beim verdeckten Verschrauben der Massivholzdielen im Lagerholz ist es nicht erforderlich, dass der Kopfstoß der Dielen auf dem Lagerholz aufliegt.
      Durch die Nut- und Federverbindung, die bei Holzdielen ringsum gegeben ist, sind die Dielen stabil genug, um auch zwischen den Lagern dauerhaft zu halten.
      Haben Sie die Dielen schon geordert?
      Wie breit und in welcher Sortierung wird die Ausführung bei den Holzdielen erfolgen?
      Gerne können wir Ihnen das Material auch anbieten ?
      Mit Bitte um Rückmeldung
      Schöne Grüße, Daniel Döbel

  27. Christian Blumenstein sagt:

    Kann man bei so einer Variante an Bodenaufbau auch Fermacell statt OSB drauf legen und Fliesen legen ?

    • Hallo Frau Blumenstein,
      vielen Dank für Ihre Nachricht.
      Als Untergrund für Fliesen eignen sich Trockenestrichelemente gut.
      Diese sollten Sie allerdings nicht auf eine Kreuzlattung legen.
      Besser ist ein Untergrundaufbau mit tragfähigen Schüttungen oder die Kreuzlattung mit OSB-Verlegeplatte + Trockenestrichelement.
      Schöne Grüße
      Daniel Döbel

    • Frank Theisen sagt:

      Hallo Herr Döbel
      Eine schöne Seite haben sie und sehr hilfreiche Instruktionen. Herzlichen Dank dafür!
      Für einen Bekannten lege ich einen Boden für eine zukünftige Schlosserei aus 22 mm OSB Platten, Raumgröße ist 12x 6 m, verlegt wird aus verschiedenen Gründen nur die Hälfte des Raumes. Der Untergrund im EG ist Beton, die eine Hälfte des Raumes ist gerade, die zu verlegende Seite sehr uneben und schief. Die Vorgabe ist den Boden von Null (also 22 mm OSB zur Mitte des Raumes um eine möglichst kleine „Stolperkante“ zu haben) auf 150 mm zur Tür Seite, zu verlegen.
      Können sie mir Anregung geben um dieses „Kunststück“ fertig zu bekommen? Bei der schief Lage des Untergrunds von 15 cm Differenz können wir ja nicht mit einheitlicher Lattung arbeiten. Vorgesehen ist, dass wir alle 50 cm ein Kantholz/ Latte legen.
      Herzlichen Dank im Vorraus
      MFG

      • Hallo Herr Theisen,
        vielen Dank für Ihre schöne Rückmeldung zur Webseite, über die ich mich sehr freue ?
        Ihre Anfrage ist etwas Spezielles! Wenn ich Sie richtig verstehe, dann soll der Unterbau im Raum auf 6m bzw. 3m Länge von „null“ um ca. 13cm steigen. Zusammen mit der 22mm starken OSB-Platte ergibt das am Anfang eine Aufbauhöhe von 22mm und am Ende sind es 152mm.
        Am Einfachsten wird es voraussichtlich sein, wenn Sie aus Lagerhölzern zum Beispiel im Querschnitt von 40x60mm Keile Schneiden, die pro Laufmeter entweder um 1cm bzw. 2cm sich verjüngen. Irgendwann kommt eine Konterlatte quer darunter und zum Ende noch zusätzliche Unterlagen.
        Zwischendurch habe ich auch an den Einsatz einer tragfähigen Schüttung gedacht. Im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Schlosserei, weiß ich jedoch nicht, wie setzungssicher das Ganze auf lange Sicht bleibt, wenn hohe Punktlasten wirken.
        Wie stehts um den Brandschutz? In einer Schlosserei wird geschweißt und mit der Trennscheibe gearbeitet. Ob hier die OSB-Platte der richtige Bodenbelag ist, muss jemand anders beantworten!
        Sie schreiben Beton im EG. Aus dem Grund sollten Sie auch die Feuchtigkeitssperre nicht vergessen.
        Viel Erfolg! Daniel Döbel

  28. Jean sagt:

    Ich habe einen Neubau mit bereits gedämmten Dach. Muss ich dann die PE Folie auch im Dachgeschoss auf die Betondecke anbringen?

    • Hallo Jean,
      vielen Dank für Ihre Nachricht zum Thema Holzfußboden und Feuchtigkeitssperre.
      Ist die Betondecke neu – Sie schreiben Neubau, dann würde ich den Aufbau mit Feuchtigkeitssperre in jedem Fall empfehlen.
      Ein Bauingenieur hat mir mal erzählt, dass eine Betondecke bis zu 5 Jahre Zeit benötigt, bis sie restlos ausgetrocknet ist.
      Ebenso würde ich die PE-Folie auslegen, wenn Sie als Dienstleister für Dritte aktiv sind, denn das entspricht den Regeln.
      Wie hoch wollen Sie den Untergrund aufbauen?
      Welche Art von Holzdielen wollen Sie verlegen?
      Beste Grüße, Daniel Döbel

  29. Henning Wüster sagt:

    Vielen Dank für den hilfreichen Beitrag. Wir haben einen Zementboden mit einer Bitumenbahn abgedeckt und nun noch 9 cm um einen Dielenboden auf einer Lattung zu befestigen. Der Holzhändler empfahl uns die Latten in den Beton festzuschrauben, also keine Kreuzlattung, und dann die Dielen auf die Latten zu schrauben. Das Problem ist , dass dann die Dampfsperre durch die Schrauben beschädigt wird. Muss bei Ihrer Kreuzlattung die unterste Latte nicht verschraubt werden?
    Welchen Aufbau würden Sie uns empfehlen, wenn wir eine 21 mm Lärchendiele als Boden haben wollen?

    • Hallo Herr Wüster,
      vielen Dank für Ihre Nachricht und die Frage zum Untergrundaufbau für Ihre Holzdielen.
      Die Bitumenbahn wie ein Sieb zu durchlöchern ist keine gute Idee.
      Meine Empfehlung wäre wie folgt: zunächst wird auf die Bitumenbahn ein 10mm dicker und 100mm breiter Filzstreifen aus Jute oder Hanf ausgelegt und darauf folgt ein 28,5mm dicker Rauspund. Quer zum Rauspund wird ein 40x60mm Lagerholz aus KVH (Konstruktionsvollholz) verlegt und mit 60mm Schrauben an den Kreuzpunkten mit dem Ruspund verschraubt. Sägeraue, trockene und gerade Lagerhölzer sind auch okay ?
      Der Abstand zwischen den Lagerhölzern sollte ca. 40cm sein. Enger ist immer besser als weiter. Mit dem Richtscheit überprüfen, ob die Hölzer in einer Höhe sind. Bei Bedarf punktuell unterfüttern. Zwischen die Lagerholzkonstruktion zum Beispiel Zellulosedämmstoff einbringen und mit der Verlegung der Holzdielen beginnen.
      Der Fußboden wird nicht ganz so starr sein, wie bei einer Variante mittels Verschraubung mit dem Betonboden. Dafür ist die Feuchtigkeitssperre dauerhaft sicher gewährleistet.
      Rechnerische Aufbauhöhe: 10mm Filzstreifen + 28,5mm Rauspund+ 40mm Lagerholz + 21mm Holzdiele = 99,5mm
      Viel Erfolg bei der Montage!
      Daniel Döbel

  30. martin stark sagt:

    wieviel Zelluloseschüttung würde man bei einer Aufbauhöhe von 125 mm und ca 105 m ² brauchen , und wie teuer wäre die denn.
    mfg

    • Hallo Herr Stark,
      vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Anfrage nach den Kosten der Zellulosedämmung als Schüttung in der Kreuzlattenkonstruktion.
      Das Volumen von 105m² x 0,125m = 13,13m³.
      Weil der Holzanteil der Kreuzlattung rausgerechnet wird, schätze ich, dass Sie zwei Paletten à 21 Sack benötigen.
      Die Kosten dafür belaufen sich auch ca. 700 € ab Lager.
      Wo steht Ihr Haus?
      Beste Grüße
      Daniel Döbel

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