Kreuzlattung für Holzdielen – Empfehlung: Untergrundaufbau für die Verlegung von Massivholzdielen ohne Estrich

Kreuzlattung-Holzdielen

Kreuzlattung – Aufbau für Massiv-Holzdielen

Kreuzlattung – Der Untergrund für die Verlegung von Massivholzdielen erfordert einen Aufbau der dauerhaft stabil, trocken und eben ist. Eine kostengünstige und sichere Variante erreicht man mittels einer Konstruktion aus Lagerhölzern, die als einfache Lattung oder als Kreuzlattung verlegt werden.

Bei der Untergrundvorbereitung für die Montage von Holzböden spielt immer die Aufbauhöhe eine Rolle, die sich im Neubau am Meterstrich orientiert. Bei Objekten, die saniert werden, richtet sich die Höhe an vorhandenen Gegebenheiten wie Treppe, Türen oder anderen, bereits eingebauten Fußbodenbelägen.

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Kreuzlattung – Lagerholzaufbau als Untergrundkonstruktion für Holzdielen

Lagerholz - Untergrundaufbau für Holzdielen

Lagerholz – Untergrundaufbau für Holzdielen

Mit einer Lagerholzkonstruktion kann durch verschiedene Querschnitte der Lattung ziemlich jedes Höhenniveau erreicht werden. Sind Aufbauhöhen zum Beispiel vom Rohfußboden einer Betondecke bis zur Oberkannte Fertigfußboden von 15 Zentimetern zu überbrücken, dann erfolgt der Untergrundaufbau in Kreuzlattung.

Dieser wird so bezeichnet, weil die Lagerhölzer im 90° Winkel zu einander gelegt und mittels Schrauben an den Kreuzpunkten verbunden werden. Bei dieser Aufbauvarianten kann die Dimension des unteren Lagerholzes und der Konterlattung variieren.

Kreuzlattung-Ausgleich

Kreuzlattung – Ausgleich mit Rauspund

Das Lagerholz sollte dabei immer trocken sein. Frisch eingeschnittene, noch feuchte Balken eignen sich für die Unterkonstruktion eines Holzdielenbodens nicht. Beim Trocknen können sie sich verziehen, im Untergrund unnötig für Spannung sorgen und zu Knarrgeräuschen führen.

In der Regel werden Unterkonstruktionen für Holzböden aus Konstruktionsvollholz (KVH) gebaut. Trockenes, sägeraues Holz kann ebenfalls verwendet werden. Bei dünneren Aufbauhöhen setzen wir manchmal auch Rauspundbretter ein, die mit 19,5mm als obere Lage enger gelegt werden müssen.

Empfehlung für einen Untergrundaufbau von 130mm und 150 mit Holzdielen

Aufbau-Holzboden

Die Kreuzlattung – Aufbau für einen Holzboden im Trockenbau ohne Estrich

Aufbauhöhe 130mm – als >Untergrund< für Massiv-Holzdielen auf einer Rohbetondecke: Zunächst wird zum Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit auf die Betondecke eine 0,2m starke PE-Folie ausgelegt. Darauf folgen im Abstand von ca. 40cm zur Schallentkopplung Hanffilzstreifen in der Stärke von 10mm, auf die direkt die erste Lage Lagerholz aufgelegt wird. Das Konstruktionsvollholz wird in der Breite von 60mm und der Höhe von 40mm positioniert. Die zweite Lage wird im 90° Winkel zur ersten Lage hochkant gestellt und mittels Schrauben mit der ersten Lage verbunden. Insgesamt weist der Aufbau jetzt eine Höhe von 10mm +40mm +60mm = 110mm. Zusammen mit der 20mm Holzdiele wird eine Aufbauhöhe von 130mm erreicht

Untergrund für Holzdielen im Trockenbau für Neubau und Altbau ohne Estrich

Kreuzlattung für einen Dielenboden

Kreuzlattung – Untergrund ohne Estrich für Massivholzdielen im Neubau und Altbau

Bei einer Aufbauhöhe von 150mm kann die obere Lattung den gleichen Querschnitt wie die Unterlatte von 60x80mm haben. Sind auf dem Betonboden querverlegte Rohrleitungen zu überbrücken, dann kann es Sinn machen, das untere Lagerholz im Querschnitt 80x60mm hochkant aufzustellen und darauf mit einer 40x60mm Konterlatte fortzufahren. Zusammen mit 10mm Hanf und 20mm Holzdielen wird eine Aufbauhöhe von 150mm erreicht.

Bevor mit der Holzdielenverlegung begonnen wird, empfehlen wir den Hohlraum mit einer Zelluloseschüttung zu füllen. Die Zellulose weist eine gute Wärmedämmung auf und muss als loses Material nicht passend geschnitten werden, was die Einbauzeit gegenüber Plattenmaterialien und Rollenware verkürzt. Zudem weist Zellulose auch noch einen guten Schallschutz auf.

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Vorteile einer Kreuzlattung – Lagerholzkonstruktion für Massivholzdielen
Holzdielen - Untergrund mit Kreuzlattung

Holzdielen – Untergrund mit Kreuzlattung

Die Kreuzlattung hat sich als Untergrundkonstruktion für Bodenbeläge aus Massivholz sehr gut bewährt. Man kann sie einsetzen als Lagerholzkonstruktion für schmale Parkettstäbe, die genagelt und für Vollholzdielen, die geschraubt verdeckt werden.

Beide Varianten sind zuverlässig und stellen unter baubiologischen Gesichtspunkten eine gute Alternative zum Aufbau mit Estrich auf Polystyrol Hartschaumplatten dar. Auf solchen Untergründen werden Holzböden in der Regel mit synthetischen Klebern vollflächig geklebt. Was bei luftdichter Bauweise u.U. die Raumluft belastet.

Stabil, trocken, elastisch und zeitsparend

Lagerholzkonstruktion für Holzdielen

Lagerholzkonstruktion für Holzdielen

Gegenüber einem Estrichaufbau ist die Konstruktion zudem trocken. Lange Trocknungszeiten müssen im Vorfeld der Fußbodenverlegung nicht eingehalten werden, was im engen Bauzeitenplan zum erheblichen Kostenvorteil werden kann. Durch die Hohlraumdämmung mit Zellulose wird über die gesamte Höhe gedämmt, was unter Gesichtspunkten der Energieeinsparung positiv ist.

Zu guter Letzt handelt es sich bei dem Aufbau mit Kreuzlattenkonstruktion um einen Untergrund, der durch die Dynamik trittschalldämmend und beim Begehen rückenschonend ist. Im Hohlraum der Unterkonstruktion ist zudem eine Menge Platz, um Rohrleitungen zu Heizkörpern oder Wasserinstallationen unsichtbar von Raum zu Raum verlegen zu können.

Fragen zum Lagerholzaufbau als Einfach- oder Kreuzlattung für Fußböden aus Holz

Wenn Sie Fragen zum Aufbau einer Lagerholzkonstruktion in Ihrem Objekt, Haus oder der Wohnung haben, dann sind wir gerne Ihr Ansprechpartner. Schreiben Sie uns bitte eine kurze Nachricht per Mail, über das Kontaktformular oder unten über die Kommentarfunktion. Wir werden uns umgehend bei Ihnen melden.
Hier die Kontaktdaten:

öko-bau-zentrum

11 Antworten

  1. Maxi Kaun sagt:

    Hallo Herr Döbel! Wir wollen auf eine Stahlbetondecke (Kellerdecke) im Altbau (1926) Massivholzdielen Eiche 20mm fallende Längen verlegen. Lagerhölzer sind noch vorhanden und in gutem Zustand und sollen deswegen auch weiterverwendet / ergänzt werden. Deswegen bleiben wir bei einer Einfachlattung als Unterkonstruktion. Wir wollen lediglich den Abstand auf 40 mm lichtes Maß verringern.
    Als Auflagepunkte für die Lagerhölzer auf der Betondecke wurden uns Pads aus Gummigranulat anstelle der vorhandenen Holzunterfütterung empfohlen. Wirken die auch Trittschall dämmend? Die Holzstücke sind mit den Lagerhölzern verschraubt, das wäre bei Gummigranulat ja so nicht möglich. Ist die Unterkonstruktion stabil und sicher, wenn die Lagerhölzer nirgendwo fixiert sind?
    Durch die fallenden Längen sind wir uns nicht sicher (trotz 10 cm breiter Lagerhölzer), ob wir wirklich bei jedem Stoß ein Lagerholz treffen. Wäre dann eine andere Schüttung (z.B. Perlite) anstelle der Zelluloseschüttung sinnvoll? Oder sollten wir besser OSB-Platten als Blindboden auf den Lagerhölzern verlegen (wir hätten Max. 18-20 mm Platz)?
    Und ist eine Folie unter den Lagerhölzern zwingend notwendig? Unser Keller ist eher trocken bzw. „normal“ altbaufeucht, aber kein Gewölbekeller o.Ä. Da es um die Küche geht, hätte ich eher Bedenken, dass sich ggf. Wasser von oben auf der Folie stauen könnte, wenn zum Beispiel etwas verschüttet wird.
    Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
    Viele Grüße
    Maxi Kaun

    • Maxi Kaun sagt:

      *40 CM Abstand zwischen den Lagerhölzern war natürlich gemeint 😉

    • Hallo Herr Kaun,
      vielen Dank für Ihren Nachricht zum Untergrundaufbau für Holzdielen auf einer Betondecke.
      Aus meiner Sicht ist auf Ihrer Stahlbetondecke zunächst das Auslegen einer PE-Folie zum Schutz vor Feuchtigkeit nötig, auch wenn sich Ihr Keller trocken anfühlt.
      Im Keller ist es in der Regel mit ca. 8°C nicht so warm wie in der Küche bei ca. 20°C.
      Durch diese Temperaturdifferenz, könnte sich auf der „kalten“ Betondecke Kondensat bilden, was für die Konstruktion samt Holzdielen schlecht ist.
      Läuft auf dem Fußboden Wasser aus einem Krug, einer Tasse etc. aus, dann handelt es sich um keine bedenkliche Menge, zumal diese in der Regel sofort aufgewischt wird.
      Platzt eine Wasserleitung oder läuft der Geschirrspüler aus, woraus größere Wassermengen auf den Holzboden und darunter laufen würden, dann ist ein Wasserschaden gegeben und Ihre Versicherung gefordert.
      Zum weiteren Aufbau:
      Die Lagerhölzer im Abstand von 40cm würde ich durch Unterlegen von Holzstücken ausrichten und an den Stellen direkt von oben in die Betondecke verschrauben.
      Durch die Schraubverbindung wird die Folie perforiert, doch das ist zu vernachlässigen.
      Als Dämmstoff eignen sich Perlite-Schüttung und Zellulose gleichfalls gut.
      Beim verdeckten Verschrauben der Massivholzdielen im Lagerholz ist es nicht erforderlich, dass der Kopfstoß der Dielen auf dem Lagerholz aufliegt.
      Durch die Nut- und Federverbindung, die bei Holzdielen ringsum gegeben ist, sind die Dielen stabil genug, um auch zwischen den Lagern dauerhaft zu halten.
      Haben Sie die Dielen schon geordert?
      Wie breit und in welcher Sortierung wird die Ausführung bei den Holzdielen erfolgen?
      Gerne können wir Ihnen das Material auch anbieten 😊
      Mit Bitte um Rückmeldung
      Schöne Grüße, Daniel Döbel

  2. Christian Blumenstein sagt:

    Kann man bei so einer Variante an Bodenaufbau auch Fermacell statt OSB drauf legen und Fliesen legen ?

    • Hallo Frau Blumenstein,
      vielen Dank für Ihre Nachricht.
      Als Untergrund für Fliesen eignen sich Trockenestrichelemente gut.
      Diese sollten Sie allerdings nicht auf eine Kreuzlattung legen.
      Besser ist ein Untergrundaufbau mit tragfähigen Schüttungen oder die Kreuzlattung mit OSB-Verlegeplatte + Trockenestrichelement.
      Schöne Grüße
      Daniel Döbel

  3. Jean sagt:

    Ich habe einen Neubau mit bereits gedämmten Dach. Muss ich dann die PE Folie auch im Dachgeschoss auf die Betondecke anbringen?

    • Hallo Jean,
      vielen Dank für Ihre Nachricht zum Thema Holzfußboden und Feuchtigkeitssperre.
      Ist die Betondecke neu – Sie schreiben Neubau, dann würde ich den Aufbau mit Feuchtigkeitssperre in jedem Fall empfehlen.
      Ein Bauingenieur hat mir mal erzählt, dass eine Betondecke bis zu 5 Jahre Zeit benötigt, bis sie restlos ausgetrocknet ist.
      Ebenso würde ich die PE-Folie auslegen, wenn Sie als Dienstleister für Dritte aktiv sind, denn das entspricht den Regeln.
      Wie hoch wollen Sie den Untergrund aufbauen?
      Welche Art von Holzdielen wollen Sie verlegen?
      Beste Grüße, Daniel Döbel

  4. Henning Wüster sagt:

    Vielen Dank für den hilfreichen Beitrag. Wir haben einen Zementboden mit einer Bitumenbahn abgedeckt und nun noch 9 cm um einen Dielenboden auf einer Lattung zu befestigen. Der Holzhändler empfahl uns die Latten in den Beton festzuschrauben, also keine Kreuzlattung, und dann die Dielen auf die Latten zu schrauben. Das Problem ist , dass dann die Dampfsperre durch die Schrauben beschädigt wird. Muss bei Ihrer Kreuzlattung die unterste Latte nicht verschraubt werden?
    Welchen Aufbau würden Sie uns empfehlen, wenn wir eine 21 mm Lärchendiele als Boden haben wollen?

    • Hallo Herr Wüster,
      vielen Dank für Ihre Nachricht und die Frage zum Untergrundaufbau für Ihre Holzdielen.
      Die Bitumenbahn wie ein Sieb zu durchlöchern ist keine gute Idee.
      Meine Empfehlung wäre wie folgt: zunächst wird auf die Bitumenbahn ein 10mm dicker und 100mm breiter Filzstreifen aus Jute oder Hanf ausgelegt und darauf folgt ein 28,5mm dicker Rauspund. Quer zum Rauspund wird ein 40x60mm Lagerholz aus KVH (Konstruktionsvollholz) verlegt und mit 60mm Schrauben an den Kreuzpunkten mit dem Ruspund verschraubt. Sägeraue, trockene und gerade Lagerhölzer sind auch okay 😊
      Der Abstand zwischen den Lagerhölzern sollte ca. 40cm sein. Enger ist immer besser als weiter. Mit dem Richtscheit überprüfen, ob die Hölzer in einer Höhe sind. Bei Bedarf punktuell unterfüttern. Zwischen die Lagerholzkonstruktion zum Beispiel Zellulosedämmstoff einbringen und mit der Verlegung der Holzdielen beginnen.
      Der Fußboden wird nicht ganz so starr sein, wie bei einer Variante mittels Verschraubung mit dem Betonboden. Dafür ist die Feuchtigkeitssperre dauerhaft sicher gewährleistet.
      Rechnerische Aufbauhöhe: 10mm Filzstreifen + 28,5mm Rauspund+ 40mm Lagerholz + 21mm Holzdiele = 99,5mm
      Viel Erfolg bei der Montage!
      Daniel Döbel

  5. martin stark sagt:

    wieviel Zelluloseschüttung würde man bei einer Aufbauhöhe von 125 mm und ca 105 m ² brauchen , und wie teuer wäre die denn.
    mfg

    • Hallo Herr Stark,
      vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihre Anfrage nach den Kosten der Zellulosedämmung als Schüttung in der Kreuzlattenkonstruktion.
      Das Volumen von 105m² x 0,125m = 13,13m³.
      Weil der Holzanteil der Kreuzlattung rausgerechnet wird, schätze ich, dass Sie zwei Paletten à 21 Sack benötigen.
      Die Kosten dafür belaufen sich auch ca. 700 € ab Lager.
      Wo steht Ihr Haus?
      Beste Grüße
      Daniel Döbel

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