Unterkonstruktion für Holzdielen und Parkett – Aufbau für einen Fußboden aus Massivholz und für Fertigparkett

Unterkonstruktion - Lagerholzaufbau für einen Massivholz-Fußboden

Unterkonstruktion mit Lagerhölzern

Unterkonstruktion – Ein neuer Holzboden soll gut aussehen und auch dauerhaft sein. Auch wenn man nach der Verlegung von neuen Massiv-Holzdielen oder Parkett den Untergrund nicht mehr sieht, kommt der Beschaffenheit seiner Unterkonstruktion eine entscheidende Rolle bei der Verlegung zu.

Die Unterkonstruktion für Holzböden ist langfristig für gute Stabilität verantwortlich. Die Konstruktion als Untergrundaufbau für einen neuen Fußboden aus Massivholz oder im Mehrschichtaufbau sollte trocken, eben und fest sein. Diese Anforderungen sind entsprechend DIN 18356 für Parkettarbeiten auch ein Teil der VOB.

Unterkonstruktion – Beschaffenheit & Untergrundaufbau für Holzböden

Nassestrich - Zementestrich in der Sanierung von Gebäuden

Zementestrich – „Nassestrich“

Die Unterkonstruktion als Fußbodenaufbau für Holzböden kann sehr unterschiedlich sein. Im Neubau aber auch bei der Sanierung älterer Häuser planen Architekten und Bauträger gerne einen Fließestrich ein. Dieser kann zum Beispiel als schwimmender Estrich auf eine Dämmschicht aufgebaut werden und mit wassergeführten Rohren als Heizestrich ausgestattet sein.

Informationen zu unterschiedlichen Arten und zur Beschaffenheit von Estriche im Zusammenhang mit der Verlegung von Parkett und Holzdielen finden Sie unter: >Estrich<

Hier im Kapitel Unterkonstruktion gehen wir auf den Untergrundaufbau im Trockenbau ein. Dazu zählt der Trockenestrich, der im Gegensatz zum Fließestrich (Nassestrich) ohne die Zugabe von Wasser erstellt wird und die Lagerholzkonstruktion. Für beide Varianten gibt es Konstruktionen sowohl für massive Betondecken als auch für Holzbalkendecken.

Unterkonstruktion aus Schüttung und Trockenestrich für Holzdielen und Parkett

Unterkonstruktion - Trockenestrich aus OSB-Platten für Holzdielen

Unterkonstruktion aus 22m starken OSB-Platten als Trockenestrich

Beim Trockenestrich handelt es sich in der Regel um eine Kombination aus tragfähigen Schüttungen und einem Trockenestrichelement, der aus Gipsfaserplatten oder aus OSB-Platten besteht. Diese Art der Unterkonstruktion eignet sich besonders gut beim Ausbau auf Holzbalkendecken wie zum Beispiel im Dachgeschoss.

Bei dieser Art des Fußbodenaufbaus übernimmt die Schüttung gleich mehrere Funktionen. Sie gleicht Unebenheiten am Untergrund aus, dient als Wärmedämmung zum Schutz vor Kälte und verbessert den Schallschutz (Trittschall und Luftschall). Des Weiteren kann durch die Schichtstärke der Schüttung die gewünschte Aufbauhöhe erreicht werden.

Unterkonstruktion für Holzfußboden mit Hanfschüttung

Unterkonstruktion – Trockenaufbau für Holzdielen mit Hanf-Leichtlehmschüttung

Anschlüsse zu benachbarten Räumen oder der Übergang vom Fußboden zur Treppe können durch das Einbringen von Ausgleichsschüttungen auf eine bestimmte Höhe exakt eingehalten werden. Bei ausreichender Schütthöhe können Elektroleitungen, Heizungsrohre etc. gut in die Unterkonstruktion integriert werden.

Aufbau für einem Holzboden – Unterkonstruktion

Als Schüttmaterial, das mittels Lehren und Richtscheid eingebracht wird, eignen sich zum Beispiel Cemwood und Hanf-Leichtlehmschüttungen gut. Bei Cemwood handelt es sich um mineralisch ummantelte Holzfasern, die abhängig von der Korngröße bis zu 200mm Stärke eingebracht werden können.

Unterkonstruktion für Massivholzdielen und Perlite-Schüttung

Unterkonstruktion für Holzdielen mit Lagerholz und Perlite-Schüttung

Bevor man das eigentliche Trockenstrichelement auf die Schüttung aufgelegt, wird in der Regel noch eine dünne, 8mm starke Abdeckplatte aus Holzfasern ausgelegt. Als Zwischenlage verhindert sie, dass loses Schüttgut in die Verbindungen der einzelnen Elemente gelangt, was die Montage unnötig erschwert.

Als Trockenestrich für die Verlegung von Holzböden haben sich 22mm starke OSB-Verlegeplatten bewährt. Auf diese kann zum Beispiel Fertigparkett schwimmend oder Holzdielen durch verdeckte Verschraubung verlegt werden. Bei Trockenestrichen aus Gipsfasern ist die schwimmende Verlegung möglich oder die vollflächige Verklebung.

Lagerholzaufbau – Unterkonstruktion zum Verschrauben von Holzdielen
Unterkonstruktion für Holzdielen als Kreuzlattung

Kreuzlattung als Untergrundaufbau für neue Massiv-Holzdielen

Für die Verlegung von Massiv-Holzdielen hat sich der Untergrundaufbau mit Lagerhölzern bewährt. Abhängig von der Höhe, die als Fertigfußboden erreicht werden muss, kann das Lagerholz in unterschiedlicher Stärke entweder als einfach Lattung oder als Kreuzlattung eingebaut werden.

Die Aufbaumethode dieser Unterkonstruktion hat mehrere Vorteile. Zunächst wird der Aufbau im Trockenbau ohne Zugabe von Wasser erstellt. Als Lagerhölzer können Sie Konstruktionsvollholz (KVH), trockene Rauspundbretter oder auch Lagerholzbalken verwenden. Verschnittreste müssen Sie nicht teuer entsorgen, denn rohes Holz kann zum Beispiel im Lagerfeuer verbrannt werden 😊

Kreuzlattung - Untergrundaufbau im Neubau und Altbau für Holzdielen ohne Estrich

Unterkonstruktion ohne Estrich – Kreuzlattung für Holzdielen

Lagerhölzer – Untergrundaufbau für Holzdielen im Neu- und Altbau ohne Estrich

In den Hohlraum einer Lagerholzkonstruktion wird in der Regel Zellulosedämmstoff eingebaut. Diese Dämmung lässt sich hohlraumfrei und ohne Verschnitt einbringen. Zellulose dämmt gut im Winter und sorgt für guten Schallschutz.

Zur Trittschallentkopplung werden unter die unteren Lagerhölzer einer Kreuzlattung Kokosfaser- oder Hanffaserstreifen ausgelegt. Weitere Infos zur Herstellung einer Unterkonstruktion aus Lagerhölzern finden Sie unter >Lagerholzkonstruktion< und unter >Kreuzlattung<

Welches ist die richtige Unterkonstruktion für Ihren Holzfußboden?
Lagerholz - Unterkonstruktion als Aufbau für Dielen

Lagerholzaufbau – Untergrund für Holz-Dielen in der Renovierung

Bei Fragen zum Aufbau der Unterkonstruktion für Ihren Holzboden können Sie uns ansprechen. Gerne beraten wir Sie bei der Suche nach der richtigen Lösung im Neubau auf Betondecken oder bei der Sanierung im Altbau bei einer Holzbalkendecke als Trockenestrich oder Lattenkonstruktion.

Schreiben Sie uns bitte eine kurze Nachricht per Mail, über das Kontaktformular oder unten über die Kommentarfunktion. Wir werden uns umgehend bei Ihnen melden und bestimmt die passende Variante für Sie finden.
Hier unsere Kontaktdaten:

öko-bau-zentrum

18 Antworten

  1. Thomas sagt:

    Hallo zusammen,
    wir haben ein Haus aus den 1930ern übernommen und saniert. Jetzt habe ich noch 2 anstehende „Projekte“ bei denen ich aktuell versuche den richtigen Weg zu finden.
    1. Im Rahmen dessen haben wir das alte Badezimmer entfernt und wollen es zu einem Ankleidezimmer umfunktionieren. In dem Raum liegen nun die Balken (ca 50cm abstand) frei und sind mit einer Art Zementschüttung verfüllt. Ich hatte nun vor auf die Balken 12er OSB-Platten aufzuschrauben, darauf eine Trittschalldämmmatte und darauf schwimmend Fertig-Parkett zu legen. Der Raum hat lediglich eine Größe von 170x200cm, sodass sich m.E. ein großer Aufwand hier nicht lohnt. Meinen Sie die Konstruktion reicht so aus, oder sollte noch etwas beachtet werden?

    2. a) in den Räumen des 1. und 2. OG sind Massiv-Holzdielen (20mm dicke) mit Spundung verlegt und auf die Balken vernagelt. Über die Jahre sind die Dielen in der Breite geschrumpft (die Länge ist kaum verändert), sodass die Fugen teilweise recht groß geworden sind und die Dielen auch stark knarzen. Gibt es eine Möglichkeit die Fugen zu verkitten, um damit vor allem den Holzfußboden angenehmer beim Laufen zu machen? Würde dadurch ggf. auch das Knarzen reduziert werden können?
    b) perspektivisch wollen wir die Holzdielen auch durch neue Dielen ersetzen bzw. neue Dielen auf die vorhandenen auflatten/aufschrauben. was ist hier der beste Weg? wird durch die zusätzliche Auflattung/Aufschraubung ggf. auch ein höherer Tritt-Lärmschutz erzielt?

    vielen Dank für Ihre Unterstützung / Expertise

    • Hallo Thomas,
      vielen Dank für Ihre Nachricht im Zusammenhang mit dem Untergrundaufbau für Holzdielen und Fertigparkett.
      Den von Ihnen angedachten Aufbau im Bad mit OSB-Verlegeplatten und Trittschallentkopplung kann ich nachvollziehen, insofern Sie kein Dampfbad daraus machen 😊
      Die Fugen bei den Holzdielen sind ein altbekanntes Problem. Das Holz wurde ursprünglich mit zu hoher Holzfeuchte eingebaut und ist innerhalb des Wohnraumes nachgetrocknet. Der Trocknungsprozess führt zum Fugenbild hinter jeder Holzdiele, was früher typisch war und bei Holzdielen mit zu hoher holzfeuchte auch heute passiert.
      Quellen und Schwinden sind als Prozess bei Holzböden nie zu ende, weil das Holz im Ausgleich zur Raumluftfeuchtigkeit steht. Steigt im Sommer die Raumluftfeuchtigkeit, dann steigt auch die Holzfeuchtigkeit und das Holz quillt. Im Winter, wenn die Raumluft in Wohnräumen eher trocken ist, schwindet das Holz wieder.
      Will man zur Vermeidung der Fugen den Hohlraum mit Fugenkitt oder einer Spachtelmasse im Holzfarbton ausfüllen, dann wird es nicht lange gut funktionieren. In der Regel bröselt diese „Masse“ bald raus. Spätestens im Winter, wenn die Fugen sich wieder etwas öffnen, holt der Staubsauger das Material teilweise raus und auch das sieht nicht gut aus.
      Eine professionelle Art die Fugen zu schließen, ist das Ausspannen. In die Fugen werden dünne, passgenaue Holzstreifen in gleicher Holzart der Dielen eingeleimt. Man kann zum Beispiel auch mit der Handoberfräse entlang einer Schiene parallel zu den Dielen die Fugen auf eine feste Breite fräsen und dann entsprechend breite Streifen einleimen. Man sollte nur nicht zu tief fräsen, damit die Feder nicht erreicht wird und damit ggf. die Verschraubung intakt bleibt. Ist auch nicht gut für den Fräskopf 😊 Der Boden erhält durch die Streifen einen besonderen Charakter.
      Die beste Methode sind neue Dielen quer über die alten zu legen. Der alte Fußboden dient dabei als Untergrund. Zuvor können die alten Dielen nochmals von oben sichtbar mit dem darunter befindlichen Lagerholz verschraubt werden. Es entsteht ein neuer, fester Holzdielenboden, der nur noch wenig knarrt. Wichtig dabei ist Holzdielen mit einer Holzfeuchte von 10 +/-2% zu verlegen, was einer Raumluftfeuchtigkeit von ca. 50-60%. Der Fußboden wird im Jahresverlauf immer noch etwas quellen und schwinden, was sich allerdings in der Regel kaum bemerkbar macht, insofern die Raumluftfeuchtigkeit nicht stark schwankt.
      Ich hoffe, dass meine Ausführung Ihnen eine Hilfe ist 😊
      Beste Grüße
      Daniel Döbel

  2. Stefan sagt:

    Moin!
    ich möchte in meinem „altbremer Reihenhaus“ neue Eichendielen auf den alten, originalen Dielenboden legen. Das Haus ist von 1902 und hat eine Holzdeckenkonstruktion. Die chance des neuen Bodenaufbaus möchte ich nutzen und wenigstens ein wenig Schalldämmung zum daruntergelegenden Geschoss verbauen. Zeitgleich muss ich wegen bestehender Schiebetüren, Heizungsrohren und der Eintrittsituation vom Flur etwas auf die Aufbauhöhe achten.
    Ich frage mich welche Unterkonstruktion ich wählen sollte:
    Variante 1: schwimmend verlegte Lagerhölzer, die ich untereinander verschraube (eingelassene Kreuzlattung). Dafür würde ich 30×50 mm Latten nehmen (30mm „hoch“). Entkoppeln würde ich die Lagerhölzer mit Korkstreifen vom alten Holzboden und die entstehenden Fächer mit mineralischer Dämmung + ggf. Bodenbeschwerung („Phonestar“) füllen. Die Dielen Schraube ich dann direkt auf die Lagerhölzer. Aufbauhöhe ca. 50mm.
    Variante 2: etwa wie oben, es werden als „Lagerhölzer“ aber lediglich 20mm „hohe“ Dachlatten verwendet. Die Fächer werden mit mineralischer Dämmung gefüllt. Auf die Lagerhölzer schraube ich dann zunächst 12mm OSB-Platten, um der UK selbst mehr Gewicht zu verleihen bevor ich dann die Dielen auf die OSB-Platte aufschraube. Aufbauhöhe ca 52mm (20 mm Lagerholz + 12mm OSB + 20mm Diele). unterschied liegt hier darin das die Beschwerung nicht auf dem alten Holzboden liegt, sondern durch die OSB-Platten erreicht wird.
    Variante 3: Anstelle von Lagerhölzern wird der alte Boden mit einer Ausgleichsschüttung ausgeglichen. Darauf wird dann eine Trittschalldämmung (zB Rockwool Floorrock) verlegt. Darauf wiederum eine OSB-Platte auf die dann die neue Diele aufgeschraubt wird (bei dieser UK könnte man vmtl. auch kleben).

    Ich Frage mich welche der Varianten wohl am Besten funktionieren wird und einen passenden Kompromiss aus geringer Aufbauhöhe und Trittschallisolation liefert?

    • Hallo Herr Bogi,
      Ihre Nachricht hat uns erreicht – vielen Dank!
      Wenn Sie auf alte Holzdielen neue Verlegen und dabei zusätzlich an eine Unterkonstruktion denken, dann wird es einen Aufbau geben.
      Voraussichtlich wird das im Übergangsbereich zu Treppen, Eingangstüren etc. Höhenprobleme geben?
      Aus einer Holzbalkendecke werden Sie im Altbau keine Schalldämmwerte einer neuen Stahlbetondecke erreichen.
      Für die Verbesserung des Trittschalls reicht es unter Umständen, wenn Sie eine 30mm starke Holzfaserplatte auslegen und dazwischen etwas schwächere Hölzer z.Bsp. 28mm Stark legen.
      Die neuen Dielen liegen dann auf der Weichfaserplatte, die einen guten schallspezifischen Widerstand hat (Trittschall und Luftschall).
      Festgehallten werden sie mittels Schrauben in den dazwischen liegenden Lagerhölzern, die z.Bsp. aus 28,5mm starkem Rauspund sein können 😊
      Wäre dies eine Option für Sie?
      Für welche Holzart interessieren Sie sich?
      Welche Menge wird benötigt und wo liegt Ihr Objekt?
      Vielleicht können wir Ihnen eine Angebot ausstellen und ins Geschäft kommen 😊
      Beste Grüße
      Daniel Döbel

  3. Andy Henschelchen sagt:

    Hallo, ich habe eine Gartenlaube gekauft und Holzdielen bekommen, welche ich dort gerne verlegen möchte. Bisher war dort Linoleum auf Estrich verlegt, als ich den Linoleum entfernt habe, bemerkte ich an der Unterseite sowas wie Schimmel. Ich denke also, dass der Estrich feucht ist und keine Sperrschicht beinhaltet. Wie kann ich die Dielung verlegen? Wenn ich jetzt eine Sperrfolie auf den Estrich lege, und dann eine einfache Lattung mit der entsprechenden Schüttung aufbringe…. was passiert dann unter der Sperrfolie? Vielleicht sollte man nur eine Folie als Dampfbremse verlegen. Also eine Folie, die das Atmen erlaubt? Aber würde dann die Schüttung schimmeln? Vielen Dank im Voraus

    • Hallo Herr Henschelchen,
      vielen Dank für Ihre Nachricht und die Frage nach einer Feuchtigkeitssperre beim Untergrundaufbau für Holzdielen.
      Ihre Angedachte Lösung mit einer vollflächig ausgelegten PE-Folie als Feuchtigkeitssperre ist richtig. Zwischen Estrich und Folie kann sich durchaus Feuchtigkeit bilden, das ist okay. Gegenüber dem bisher verlegten Linoleumboden, wird voraussichtlich mit der PE-Folie sich kein Schimmel mehr bilden, weil kein organisches Material dem Schimmel als Nahrung dient und durch den Zement des Estrichs das Milieu eher alkalisch ist. Damit der Aufbau nicht zu hoch wird, können Sie als Lagerholz Rauspundbretter mit einem Achsmaß von ca. 40cm auslegen und darin die Dielen mit mind. 20mm Holzstärke befestigen. Ob eine Dämmung in der Gartenhütte erforderlich ist, müssen Sie entscheiden. Wenn ja, dann ggf. Perlite als Schüttung, damit Mäuse kein leichtes Spiel haben. Besser: Sie machen ringsum alles so zu, dass Mäuse etc. von vornherein keine Chance haben.
      Beste Grüße, Daniel Döbel

  4. Kusche sagt:

    Hallo habe mal eine frage ich möchte in unser ķüche den Boden erneuern mit 22er osb ,( ist eine alte nicht trage balken konzuion)Dämmung und Feuchtigkeit ist schon eingeplant ich weiß bloß nicht was ich für eine Unterkonstruktion Stärke brauche bei 4 Länge und 3,5 m Breite und 60cm Abstand
    Ich wollte 5×5 kantholz nehmen ist das zu wenig.

    • Kusche sagt:

      Anhang der alte Boden in der Küche ist komplett verfault deshalb eine neue Unterkonstruktion

      • Hallo Herr Kusche,
        wie in der ersten Nachricht geschrieben, sollten Sie eine Feuchtigkeitssparre einbauen, damit die Konstruktion und der Boden trockenbleiben 🙂
        Schöne Grüße
        Daniel Döbel

    • Hallo Herr Kusche,
      die Dimension von 50x50mm ist für eine Lagerholzkonstruktion möglich.
      Wie genau ist der Bodenaufbau von unten?
      Bauen Sie wenn möglich eine Feuchtigkeitssperre ein, damit die Konstruktion und der Boden keinen Schaden nehmen.
      Schöne Grüße
      Daniel Döbel

  5. Josef Eder sagt:

    Guten Tag!

    Ich möchte einen alten Fischgrät-Parkettboden renovieren, der auf ca. 1m2 eingesunken und durchgefeuchtet ist. Dies geschah von oben durch ein undichtes Dach, nicht von unten. Beim Entfernen der schadhaften Stäbe habe ich nun entdeckt, dass diese direkt im lehmigen Erdreich liegen. War das früher teilweise üblich? Eigentlich möchte ich nicht den ganzen 20m2 Boden herausreißen, denn bis auf diese Ecke ist alles in recht gutem Zustand. Wie sollte ich Ihrer Meinung nach vorgehen?
    Herzlichen Dank
    Josef Eder

    • Hallo Herr Eder,
      vielen Dank für Ihre Nachricht zum Untergrundaufbau von Fischgrätparkett.
      Ich gehe schon davon aus, dass eine Unterkonstruktion aus Bohlen unter dem Parkett vorhanden ist – oder?
      Eine Wärmedämmung wurde früher nicht eingebaut und eine Feuchtigkeitssperre auch nicht, weil man das nicht hatte.
      Wenn Sie jetzt nur ausbessern wollen, dann ergänzen Sie die defekten Parkettstäbe und fertig.
      Ansonsten lohnt sich auch das Aufnehmen des Fußbodens und der Einbau einer Wärmedämmung, wenn man im Winter warme Füße haben möchte 🙂
      Der Aufwand ist natürlich hoch. Um eine Aufbauempfehlung für den Fall abzugeben, muss ich mehr Infos zum Istzustand haben.
      Schöne Grüße
      Daniel Döbel

  6. Dieter Steindl sagt:

    Guten Tag,

    Ich renoviere eine altes Haus aus den 1940er Jahren ,wo ursprünglich eine Holzdielenboden verlegt war.
    Darunter war einfach Erde und auf Teerpappestreifen würde die Balken gelegt Dielen darauf und fertig…
    Ich habe die Erde abgegraben, Schotter eingebracht eine Betondecke gemacht und mit Teerpappe dicht geflämmt.
    Nun soll wieder ein Holdielenboden darauf.
    Ich hätte es so geplant 5X8er Stafffeln auf Lagerholzblöcken ebenso aus 5×8 er Staffeln in den Hohlräumen Dämmwollplatten oder Perlitschüttung zwecks Isolierung und mit Verlegeplatten schließen , Trittschalldämmung und dann die Holzdielen mit den Verlegeplatten verschraubten.
    FRAGE : Gibt es Bedenken zu meinen Plan oder Fehler ….würde mich über Ihr Feedback freuen
    MfG Dieter

    • Hallo Herr Steindl,
      vielen Dank für Ihre Nachricht zum Untergrundaufbau für Ihren neuen Holzdielenboden.
      Aus meiner Sicht ist der von Ihnen geplante Untergrundaufbau zu Umständlich und daraus resultierend wahrscheinlich auch unnötig teuer.
      Die von Ihnen geplante Aufbauhöhe beträgt ca. 100mm, die ich wie folgt errechnet habe: 50mm Lagerholz, 20mm Verlegeplatte, 10mm Trittschallentkopplung und 20mm Holzdielen.
      Der Untergrund ist trocken, da Sie mit Bitumenpappe abgedichtet haben – das ist sehr gut!
      Darauf würde ich eine Kreuzlattung aus 40x60mm Konstruktionsvollholz (KVH) oder sägerauen, trockenen Lagern auslegen.
      2x 40mm = 80mm + 20mm Dielen = 100mm
      Darunter würde ich zusätzlich einen 5mm starken Nadelfilzstreifen aus Hanf oder Jute auslegen, daraus ergibt sich rechnerisch eine Aufbauhöhe von 105mm.
      Den Hohlraum können Sie mit Perlite oder mit Zellulose ausfüllen. Bei dieser Montage muss nichts exakt zugeschnitten werden, was bei Dämmstoffen in Plattenformat erforderlich wäre.
      Vorteilhaft bei einer Kreuzlattenkonstruktion ist, dass Sie den Untergrundaufbau sehr einfach ausrichten können.
      An den Kreuzpunkten werden alle Lagerhölzer untereinander mittels Schrauben verbunden.
      Legt man auf die oberste Schicht eine Wasserwaage auf, werden Sie feststellen, wie gut oder auch nicht die Betondecke eben war.
      Beim Ausrichten mittels Wasserwaage muss jetzt nur noch die Konstruktion dort wo es zu niedrig ist, angehoben werden und das ganze Gerüst geht mit.
      Daraus ergibt sich genau, wo noch etwas unter das untere Lagerholz gelegt werden muss.
      Nachdem die Konstruktion ausgerichtet ist und der Dämmstoff eingebaut wurde kann die Holzdielenverlegung beginnen.
      Die Massivholz-Dielen werden mittels Schrauben verdeckt durch die Feder in das obere Lagerholz geschraubt.
      Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführung hilfreich ist 😊
      Aus welcher Holzart sollen die Dielen gelegt werden?
      Wo sind Sie zu Hause?
      Mit Bitte um Rückmeldung
      Schöne Grüße, Daniel Döbel

  7. Mareen Schröter sagt:

    Hallo ihr Fachleute,

    wir haben ein altes Bauernhäuschen mit Holzdielung Bj. 1900
    In einem der Zimmer wollen wir den Fußboden erneuern und haben die alte Dielung entfernt. Nach langem überlegen ob Betonfußboden oder Dielung, stellte ich mir die Frage; warum nicht so einfach bauen wie früher? – Balken auf den Sandboden und Dielen drauf. Halten sie es für möglich die Balken direkt auf den Sandboden zu setzen? Oder gäbe es da bedenken? Der Raum steht nun schon 5 Jahre ohne Boden leer und macht nach wie vor einen trockenen Eindruck. Aus meiner Leihensicht würde ich dieses Experiment wagen – denn früher ging es ja auch…??? Unser Anspruch ist; so wenig wie möglich, soviel wie nötig.

    • Hallo Frau Schröter,
      vielen Dank für Ihre Nachricht zum Aufbau der Unterkonstruktion für Holzdielen.
      Entsprechend Ihrer Ausführung gehe ich davon aus, dass es sich um den Untergrundaufbau im Erdgeschoss Ihres Hauses handelt?
      Auch wenn sich die Situation als „trocken“ anfühlt, ist es nur ein subjektives Empfinden.
      Aus Erfahrung und zu Ihrer Sicherheit, würde ich in jedem Fall zunächst eine Feuchtigkeitssperre einbauen. Diese gewährleistet, dass der spätere Holzfußboden und die gedämmte Unterkonstruktion trocken bleiben.
      Trockene Bauteile dämmen besser, sind nicht anfällig für Pilze, Bakterien und andere Schädlinge.
      Beste Grüße
      Daniel Döbel

  8. Kristina Homberg sagt:

    Guten Tag,

    wir bauen gerade unseren 5 Jahre alten Bungalow im Dachgeschoss aus. Wir haben eine Holzbalkendecke und sehen ebenso wieder Eichendielen vor. Welches ist eine denkbare Unterkostruktion? Schüttung gehe wohl vom Gewicht nicht, so der Architekt. Wir liebäugeln gerade mit Holzfaserdämmplatten inklusive Lattung (zb Steico) Diese haben nur 4cm, unser Heizungsbauer sagt er benötige 6cm für die Rohre. Haben Sie noch eine Idee für uns?

    Frohe Ostern,
    Kristina Homberg

    • Hallo Frau Homberg,
      vielen Dank für Ihre Nachricht zum Untergrundaufbau bei Holzbalkendecken für Holzdielen.
      Entsprechend Ihrer Ausführung gehe ich davon aus, dass Sie bisher von oben direkt die Holzbalken sehen und der Blindboden zwischen den Balken wie auch immer gedämmt ist – oder?
      Die Aussage vom Heizungsbauer bezieht sich auf Rohrleitungen, die zu Konvektionsheizkörpern führen, die an der Wand, dem Drempel oder am Giebel montieren werden sollen – ist das richtig?
      Empfehlung:
      Zunächst sollten Sie quer zu den Holzbalken flächig eine lastverteilende Schicht montieren. Das könnten zum Beispiel 19,5mm starke Rauspundbretter aus Fichte/Tanne sein.
      Alles was später oben passiert, soll von den Balken getragen werden und nicht auf dem Blindboden zwischen den Balken lasten!
      Sollten die Balken ein unterschiedliches Höhenniveau haben, dann kann das in dem Schritt durch Abhobeln oder durch Unterlegen ausgeglichen und angepasst werden.
      Vor Beginn der Rauspundverlegung, sollte zur Schallentkopplung auf die Balken ein Hanffilzstreifen ausgelegt werden. Diesen gibt es in 5 und in 10mm Stärke und 100mm breite.
      Festgemacht werden die Rauspundbretter durch Verschraubung in einer Fluglatte, die zwischen die Balken gelegt wird. Das kann auch ein Rauspundbrett sein. Sie sorgt für den Verbund der Rauspundbretter.
      Auf den Rauspund legen Sie flächig 22/21mm starke Trittschalldämmplatten aus Holzfaser als Streifen aus und hinter jeder Holzfaserplatte kommt wieder ein Rauspundbrett, das später als Lager zum Verschrauben der Holzdielen aus Eiche dient.
      Das Ergebnis vor der Holzdielenmontage sieht also wie folgt aus: Holzfaserplatten, Rauspund, Holzfaserplatten, Rauspund…..
      Jetzt verschrauben Sie die Dielen verdeckt durch die Feder durch in den Rauspund. Dafür verwenden Sie spezielle Schrauben, die sich selbst vorbohren und versenken, damit Diele an Diele passt und nicht „klemmt“
      Aus Ihrer Holzbalkendecke haben Sie jetzt keine Stahlbetondecke gemacht, wo der Schallschutz irgendeiner DIN entspricht. Sie haben allerdings den harten Holzdielenboden von den Holzbalken entkoppelt, das hilft beim Trittschall. Für den Trittschall (eine Form des Körperschalls) und den Luftschall ist auch die Verwendung von Holzfaserdämmplatten gut, die einen sehr guten schallspezifischen Widerstand aufweisen. Weil diese höher sind als das Rauspundbrett als Lager, gibt es keine direkte Schallübertragung. An den Wandflächen, Schornsteinen, Treppenaufgängen etc. sollten Sie die Dielen und auch den Rauspund nie direkt anlegen, damit dort keine Schallbrücke / Flankenübertragung erfolgt.
      Ich hoffe, Sie können der Ausführung folgen 🙂
      Wo sind Sie zu Hause Frau Homberg?
      Frohe Ostern!
      Daniel Döbel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.